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Flugzeug stürzt auf Autobahn 52

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- Essen - Acht Stunden nach der dramatischen Bruchlandung eines Kleinflugzeugs auf der Autobahn 52 in Essen ist die Strecke in der Nacht zum Samstag wieder für den Verkehr freigegeben werden. Kurz vor Mitternacht beendeten Polizei und Feuerwehr ihre Bergungsarbeiten.

Von den insgesamt sieben Verletzten wurden in der Nacht noch vier im Krankenhaus behandelt. Die Unglücksursache war weiter unklar. Der 46-jährige Pilot hatte die Propeller-Maschine am Freitagnachmittag gegen 16.00 Uhr auf der Autobahn notlanden wollen und dabei eine Autobahnbrücke gestreift.

Das Flugzeug stürzte entgegen der Fahrtrichtung auf die Fahrbahn und wurde vollständig zerstört. Zwei Autofahrer konnten nicht mehr rechtzeitig bremsen: Ein Wagen fuhr in das Flugzeugwrack, der andere schaffte es auszuweichen, prallte aber in die Leitplanke. Ein Lastwagen konnte gerade noch rechtzeitig bremsen.

Zwei Frauen, die zusammen mit dem Piloten im Flugzeug saßen, erlitten nach Angaben der Feuerwehr schwere Verletzungen. Der Pilot und zwei Autofahrer seien leicht verletzt worden, zwei weitere Menschen mussten psychologisch betreut werden, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Nach Angaben eines Sprechers des in unmittelbarer Nähe gelegenen Regionalflughafens Essen/Mülheim befand sich die Chartermaschine im Landeanflug. Die Maschine sei am Vortag vom Ruhrgebiet aus nach Berlin gestartet und auf dem Rückflug gewesen. Bei dem verunglückten Flugzeug soll es sich um eine zweimotorige Propeller-Maschine des Typs Piper PA-34 handeln. Möglicherweise habe Treibstoffmangel den Piloten nur drei Kilometer vom Flughafen entfernt zu der Notlandung auf der im Feierabendverkehr stark befahrenen Autobahn veranlasst, vermutete die Feuerwehr. Details zu Flugzeuginsassen wollte eine Sprecherin der betroffenen Chartergesellschaft VHM zunächst nicht machen.

«Das Flugzeugwrack musste mit einem Spezialkran angehoben und auf einen Transporter verladen werden», teilte ein Polizeisprecher mit. Nach ersten Schätzungen entstand bei dem Unglück ein Sachschaden von rund 350 000 Euro. Das Luftfahrtbundesamt nahm die Ermittlungen zur Unglücksursache auf.

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