Flugzeugabsturz im Kongo - 127 Tote

Kinshasa - Bei einem Flugzeugabsturz in der Demokratischen Republik Kongo sind am Freitag 127 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Fluggesellschaft den Absturz erklärt:

Die Boeing 727 verfehlte am Freitag bei starkem Regen die Landebahn in der Stadt Kisangani. 51 Menschen hätten den Absturz überlebt, teilte das kongolesische Transportministerium mit. Ein Sprecher des Ministeriums warf der Airline Hewa Bora vor, eine zu geringe Zahl an Insassen angegeben zu haben, berichtete der arabische Sender Al-Dschasira. Die Fluggesellschaft hatte zuvor erklärt, es seien 110 Passagiere an Bord gewesen, von denen 57 den Absturz überlebt hätten.

Viele der Geretteten haben Medienberichten zufolge schwere Verbrennungen erlitten. Die Maschine kam aus der Hauptstadt Kinshasa. Da die Unfallstelle 200 Meter von der Landebahn entfernt in dichtem Regenwald liege, seien die Rettungsarbeiten sehr schwierig gewesen, sagte ein Augenzeuge. Der Kongo ist etwa so groß wie Westeuropa, besteht aber überwiegend aus unbewohntem Dschungel. Bahnverbindungen und Straßen zwischen den Städten gibt es kaum, weshalb die Einwohner für lange Strecken entweder mit dem Flugzeug oder per Schiff reisen.

Die Fluglinie sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus und erklärte ihr “tiefes Bedauern“. Die private Airline Hewa Bora gehört zu den auf der Schwarzen Liste der EU-Kommission verzeichneten Gesellschaften, die keine Landerechte auf den Flughäfen der EU-Staaten haben. Auf der Liste stehen zahlreiche afrikanische Airlines.

Es war nicht das erste schwere Unglück der Gesellschaft: 2008 waren bei einem Absturz auf dem Flughafen von Goma im Osten des Landes mehr als 40 Menschen getötet worden, im gleichen Jahr starben bei einem ähnlichen Unfall 17 Menschen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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