Flut in Australien: Zahl der Toten gestiegen

Sydney - Nach den verheerenden Überschwemmungen in Australien wird die Lage immer bedrohlicher - seit Samstag sind bereits drei Menschen ums Leben gekommen.

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Seit dem Beginn der tropischen Regengüsse Ende November seien bereits zehn Opfer zu beklagen, teilte die Polizei am Montag mit. Die Wassermassen haben einen großen Teil des Outbacks in einen See verwandelt. Die Versorgung der überschwemmten Stadt Rockhampton wurde derweil noch schwieriger, weil der Flughafen schließen musste. Zahlreiche Familien flohen vor den Wassermassen in höher gelegene Notunterkünfte.

Am Montag wurde auch die Straße nach Brisbane, die Hauptstadt von Queensland, überflutet. “Rockhampton ist jetzt vollständig abgeschnitten“, sagte die Ministerpräsidentin von Queensland, Anna Bligh, im australischen Radio.

Verheerende Überschwemmungen in Australien

Verheerende Überschwemmungen in Australien

Ein Militärflugzeug mit Nahrungsmitteln und Medikamenten wurde in einen nördlich von Rockhampton gelegenen Ort geschickt, wie der amtierende Verteidigungsminister Warren Snowdon erklärte. Von dort sollten die Hilfsgüter mit Lastwagen in die 75.000 Einwohner zählende Küstenstadt gebracht werden.

Mindestens 22 Ortschaften überflutet

Die unter Wasser stehende Fläche ist so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen, dort leben etwa 200.000 Menschen. Mindestens 22 Städte und Ortschaften in der landwirtschaftlich geprägten Region wurden überflutet. Nach Angaben der Behörden haben in Queensland rund 1.000 Menschen Schutz in Notunterkünften gesucht.

In Rockhampton hatten sich die Bewohner bereits in den vergangenen Tagen in den Supermärkten mit Lebensmitteln und Wasser eingedeckt. Die Pegel im Fluss Fitzroy werden nach der Prognose der Behörden mindestens noch bis Dienstagabend weiter steigen. Rund 40 Prozent von Rockhampton könnten vom Hochwasser betroffen sein, sagte Bürgermeister Brad Carter. Die Bewohner sollten mindestens noch zwei Wochen warten, bis sie in ihre Häuser zurückkehren. Ministerpräsidentin Julia Gillard verlängerte unterdessen die Nothilfen für die Betroffenen. “Das ist eine große Naturkatastrophe, die Erholung wird viel Zeit brauchen“, sagte die Regierungschefin. Die Schäden könnten sich am Ende auf mehrere Hundert Millionen Dollar belaufen.

dapd

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