6000 Euro für Gummistiefel

„Dreiste Anfragen“: Fluthilfe in Sachsen-Anhalt

Magdeburg - Nach dem Hochwasser 2013 wurden in Sachsen-Anhalt 2500 Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt. Darunter fanden sich auch Briefe mit unverschämten Forderungen.

Unter den 2500 nach dem Hochwasser 2013 in Sachsen-Anhalt gestellten Anträgen auf Fluthilfe hat es einige völlig überzogene Forderungen gegeben. So verlangte ein Hausbesitzer 6000 Euro für den Verlust von einem Paar Gummistiefeln einer Luxusmarke sowie sechs Weingläsern, wie Michaela Möllhof von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt am Montag sagte. Sie bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“.

„Es waren einige sehr dreiste Anfragen dabei“, berichtete Möllhof. Eine Frau, deren etwa 9500 Euro teure Ölheizung beim Hochwasser beschädigt worden war, habe 30 000 Euro für eine neue Holzpellet-Heizung beantragt, die sie jedoch nicht bekommen habe. Ebenfalls leer ging eine Unternehmerin aus, bei der im Keller gelagerte Marmeladengläser durch die Flut unbrauchbar geworden waren. Ihr Sohn stellte 500 Euro für die Entsorgung der Gläser in Rechnung. Auch dieser Antrag wurde abgelehnt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sturmtief „Friederike“ mit Böen bis Orkanstärke - Schulen in Hof bleiben zu
Wetterexperten erwarten vom anrückenden Sturmtief „Friederike“ nichts Gutes. Es muss mit Orkanböen bis zu 120 km/h gerechnet werden. Alle aktuellen Entwicklungen im …
Sturmtief „Friederike“ mit Böen bis Orkanstärke - Schulen in Hof bleiben zu
Selfie mit geklautem Handy - Polizei fahndet mit diesem Foto nach Einbrecher
Die Berliner Polizei fahndet mit Selfie-Fotos nach einem Einbrecher. Die Bilder konnten die Ermittler von einem bei dem Einbruch gestohlenen Handy herunterladen.
Selfie mit geklautem Handy - Polizei fahndet mit diesem Foto nach Einbrecher
Mindestens zehn Tote bei Doppel-Selbstmordanschlag in Nigeria
Bei einem Doppel-Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt im nigerianischen Maiduguri im Nordosten des Landes sind am Mittwoch mindestens zehn Menschen getötet worden.
Mindestens zehn Tote bei Doppel-Selbstmordanschlag in Nigeria
Frau auf Rückweg vom Strand vergewaltigt: Polizei greift zu drastischem Mittel  
Die Polizei auf Rügen hat nach der Vergewaltigung einer Urlauberin aus Sachsen zu einer drastischen Maßnahme gegriffen.
Frau auf Rückweg vom Strand vergewaltigt: Polizei greift zu drastischem Mittel  

Kommentare