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Flutwelle verwüstet englisches Dorf

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- London - Eine Flutwelle hat nach heftigen Regenfällen ein englisches Küstendorf verwüstet und mehr als 50 Autos ins Meer gespült. 120 Menschen mussten mit Hubschraubern von Dächern und Bäumen geholt werden. Die drei Meter hohe Welle ließ zwei Häuser einstürzen und beschädigte viele andere schwer.

Das Dorf Boscastle in Cornwall im Südwesten Englands liegt in einem engen Tal, in dem drei Bäche zusammenfließen. Nach heftigen Regenfällen wurden diese am Montagnachmittag binnen kürzester Zeit zu reißenden Flüssen. «Wenn man gesehen hat, wie die Autos von der Wucht des Wassers die Straße hinuntergeschwemmt wurden - das ist einfach unglaublich», sagte Vizepremier John Prescott am Dienstag bei einem Besuch des Unglücksorts.

Etwa 50 Menschen wurden von Fluten und Geröll vorübergehend in ihren Wagen eingeschlossen. Acht mussten wegen Knochenbrüchen oder Unterkühlung ärztlich versorgt werden. Das Wasser sei unglaublich schnell gekommen, sagte der Urlauber Wayne Grundy: «Im ersten Moment standen die Leute noch knöcheltief im Wasser, im nächsten stand es ihnen schon bis zur Brust.» Die Düsseldorferin Renate Ulrich, die sich zu einem Sprachurlaub in der Region aufhält, sagte: «Es hat furchtbar gegossen. Die Leute sagen, es hat in zwei Stunden so viel geregnet wie sonst im ganzen Monat.»

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