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Mehr als ein Fettnäpfchen ist dieses Motiv für Ford.

Gefesselte Frauen in Kofferraum

Ford-Skandal wegen dieser sexistischen Werbung

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Neu Delhi - Gefesselte und geknebelte Frauen in einem Kofferraum und ein grinsender Silvio Berlusconi am Steuer: Dieses geschmacklose Werbe-Motiv sorgt bei Ford derzeit für einen Sexismus-Skandal.

Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi sitzt grinsend am Steuer eines Ford und blickt nach hinten in den Kofferraum. Dort liegen drei leicht bekleidete Frauen - gefesselt und geknebelt. Darüber prangt der Slogan: „Lass deine Sorgen hinter dir (mit Figos extra-großem Kofferraum)“. Dieses sexistische Motiv, das ziemlich unpassend die Geräumigkeit des neuen Figo demonstrieren sollte, sorgt derzeit bei Ford für einen handfesten Skandal. Besonders geschmacklos: Die Anzeige war ausgerechnet bei Ford in Indien aufgetaucht, wo derzeit grausame Massen-Vergewaltigungen und die Missachtung von Frauenrechten für Entsetzen sorgen.

Die missglückte Anzeige der indischen Werbeagenur JWT war ohne offizielle Freigabe von Ford im Internet gelandet und sollte wohl auch nie veröffentlicht werden. Für das mehr als unpassende Motiv hat sich der Auto-Konzern nun offiziell entschuldigt. „Wir bedauern diesen Vorfall zutiefst und stimmen mit unseren Agenturpartnern darin überein, das dies nie hätten passieren dürfen“, hieß es in einer Erklärung von Ford India am Montag. Zudem wird beteuert, dass die Bilder nie zur Veröffentlichung bestimmt gewesen seien. Vielmehr handle es sich um Poster von Einzelpersonen, so Ford.

Schadensbegrenzung auf Facebook

Auf der Facebook-Seite von Ford Indien versucht das Unternehmen derzeit einen Shitstorm zu verhindern und beantwortet jeden einzelnen Beitrag, den verärgerte User an die Pinnwand schreiben.

Das sexistische Motiv war nicht das einzige Bild der inoffiziellen Reihe. Ein weiteres Foto zeigt die Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Fernando Alonso. Auch sie sitzen gefesselt im Kofferraum eines Figos. Am Steuer sitzt diesmal Michael Schumacher.

vh

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