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Der Pterosaurier hat einen auffälligen Knochenkamm am Kopf.

Sensations-Fund in Brasilien

Forscher entdecken bizarren neuen Flugsaurier

Santa Catarina - Fossile Überreste von fast 50 Exemplaren einer zuvor unbekannten Flugsaurier-Art haben Forscher in Brasilien entdeckt. Nicht nur ihr Aussehen macht sie zu einer Besonderheit.

Die urtümlichen Reptilien lebten in der Kreidezeit an einer Oase und waren anscheinend sehr gesellig, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „PLOS ONE“.

Das Team um Paulo Manzig von der Universidade do Contestado in Santa Catarina hatte Knochen aus einer Fundstelle in der Nähe von Cruzeiro de Oeste untersucht, einer Stadt im Süden Brasiliens. Hunderte von Knochen lagen in der Fundschicht verstreut, sie gehören zu mindestens 47 Pterosauriern, vermutlich sogar zu mehr, berichten die Forscher. Sie nannten die bisher unbekannte Art Caiuajara dobruskii. Innerhalb der Pterosaurier gehören sie zu den Tapejaridae.

Die meisten Tiere waren sehr jung gestorben. Von ausgewachsenen Tieren fanden die Wissenschaftler nur zwei Schädel und drei Oberarmknochen. Die Flügelspanne der untersuchten Exemplare reichte von 65 Zentimetern bis zu 2,35 Metern. Besonders auffällig sei der Knochenkamm am Kopf der Tiere. Er sei bei den jüngeren Tieren kleiner und geneigt, während er bei den ausgewachsenen Exemplaren groß und steil aufgerichtet war.

Die Pterosaurier lebten vermutlich an einer Oase inmitten einer Wüstenlandschaft, schreiben die Wissenschaftler. Nach ihrem Tod seien die Überreste an den Grund eines Sees dort gespült worden, wo sie von Sediment überlagert wurden und versteinerten. Woran sie starben, wissen die Forscher nicht. Denkbar seien unter anderem Sandstürme oder Dürren. Dass die Tiere in mehreren Ablagerungsschichten zu finden waren, lässt die Forscher vermuten, dass nicht alle auf einen Schlag starben. Vermutlich lebten die Pterosaurier für längere Zeit in der Region oder kamen regelmäßig auf Wanderungen an diesen Ort.

Die Wissenschaftler nehmen an, dass die Flugsaurier in Gruppen zusammen lebten. Vermutlich seien die Tiere Nestflüchter gewesen und auch die ganz jungen Tiere hätten schon fliegen können. Es sei der derzeit südlichste Fund von Pterosauriern überhaupt.

dpa

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