Auf dem Meeresboden

Forscher machen unheimliche Entdeckung in verseuchtem Atomtest-Gebiet

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Wo durch die USA vor langer Zeit Atomwaffentests durchgeführt wurden, haben Forscher jetzt eine unheimliche Entdeckung auf dem Meeresboden gemacht. 

Minor Outlying Islands - Das Johnston-Atoll im Nordpazifik (ca. 1150 km südlich von Hawaii) ist heute völlig verlassen. Das US-Militär führte dort bis 1962 verschiedene Waffentests durch - von denen einige scheiterten und die Insel mit Plutonium verseuchten. 

Am 20. Juni 1962 starteten die Amerikaner die Operation „Starfish“. Doch die gezündete Rakete musste in zehn Kilometern Höhe zerstört werden. Dabei wurde das benachbarte Eiland mit Plutonium kontaminiert. Nur einen Monat später ging auch der nächste Test schief. Eine Rakete mit einem Atomsprengkopf musste noch auf der Abschussrampe gesprengt werden. Auch dabei wurde das umliegende Areal mit Plutonium verseucht.

Das Johnston-Atoll im Nordpazifik.

Forscher finden uralte Lebewesen

Im Oktober 1965, Monate später, wagten sich die Vereinigten Staaten erneut an riskante Waffentests auf dem Johnston-Atoll - und wieder ging es schief, wie 20min.ch berichtet. Eine Rakete vom Typ Thor DSV-2E geriet nach 86 Sekunden ins Taumeln, musste nach 156 Sekunden zerstört werden. Die Folge: radioaktiver Niederschlag auf der Johnstoninsel. Bis heute ist die Insel unbewohnt, gilt nun als Naturschutzgebiet. Doch Jahrzehnte später haben Forscher auf dem Meeresgrund eine irre Entdeckung gemacht: Dort spielt sich ein surreales Schauspiel ab. 

Ein Forschungsschiff der US-Ozeanografiebehörde NOAA beobachtete über eine Spezialkamera, wie Glasschwämme aus dem Meeresboden ragen und tief im Meer einen bizarren Wald formen. Ein sensationeller Fund: Was aussieht wie Pflanzen, sind in Wahrheit Lebewesen. Sie gehören zu den ältesten vielzelligen Tieren der Erde. Laut geo.de reicht ihre Geschichte über 545 Millionen Jahre zurück. In einem Video sind die spektakulären Aufnahmen der Forscher zu sehen: 

mk

Rubriklistenbild: © Screenshot Youtube

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