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Kanonen und Amphoren der spanischen Galeone "San José". Das Schiff war am 8. Juni 1708 vor der kolumbianischen Küste gesunken. Ein Team aus Wissenschaftlern und der kolumbianischen Marine hat das Wrack nun geortet. Foto: Kolumbianisches Präsidialamt

Forscher spüren Wrack von spanischem Schatz-Schiff auf

Die Suche hat lange gedauert, jetzt ist sie geglückt: Vor Kolumbien wurde ein spanisches Segelschiff entdeckt, das vor mehr als 300 Jahren gesunken ist. Der Fund wird bejubelt.

Cartagena (dpa) - Nach jahrzehntelanger Suche ist vor der Küste Kolumbiens das Wrack eines spanischen Segelschiffs aus dem 18. Jahrhundert entdeckt worden. "307 Jahre nach ihrem Untergang haben wir die Galeone San José gefunden", sagte Präsident Juan Manuel Santos in der Hafenstadt Cartagena.

Es handele sich um einen der größten Funde von untergegangenen Kulturgütern in der Menschheitsgeschichte. Die "San José" war am 8. Juni 1708 vor der Insel Rosario an der Karibikküste gesunken, nachdem sie von einem englischen Flottenverband angegriffen worden war. Das Schiff sollte Goldmünzen und Edelsteine aus den amerikanischen Kolonien nach Spanien bringen. Die Schätzungen über den Wert reichen von 3 bis 17 Milliarden US-Dollar.

An der Ortung war auch ein Experte beteiligt, der gemeinsam mit Kollegen 1985 das Wrack der "Titanic" entdeckt hatte. Bei der Suche nahe der Insel Rosario setzten die Wissenschaftler Sonar, Spezialkameras und Unterwasserdrohen ein. Auf Fotos von der Fundstelle sind Kanonen und Keramikgefäße zu erkennen. Ob die Wissenschaftler den vermeintlichen Millionenschatz jedoch wirklich heben können, ist noch unklar.

In den 1980er Jahre bat die US-Firma Sea Search Armada um die Erlaubnis, den Schatz bergen. Sie forderte die Hälfte des Gewinns, die Regierung von Präsident Belisario Betancur wollte den Amerikanern hingegen nur fünf Prozent zugestehen. Es folgte eine jahrelange juristische Auseinandersetzung zwischen dem Unternehmen und dem kolumbianischen Staat. Im Oktober 2011 wies ein US-Gericht alle Ansprüche von Sea Search Armada als unbegründet zurück.

Santos bei Twitter

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