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Die Polizei warnt immer wieder vor leichtsinnigen Aktionen auf S-Bahnen und Gleisen.

Folgenschwerer Leichtsinn

Fotoshooting auf S-Bahn: Zwei Menschen in Lebensgefahr

Schorndorf - Bei einem leichtsinnigen Fotoshooting auf einer S-Bahn haben zwei junge Leute nahe Stuttgart bis zu 15 000 Volt Strom abbekommen und dadurch lebensgefährliche Verletzungen erlitten.

Der 21-jährige Mann und die 20-jährige Frau hatten sich in der Nacht zum Sonntag in Schorndorf von einer Freundin auf dem abgestellten Zug fotografieren lassen wollen. Sie waren dabei der Oberleitung zu nahe gekommen und zogen sich einen Stromschlag zu, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Mann fiel von der S-Bahn, die Frau blieb mit Brandverletzungen auf dem Dach der Bahn liegen.

Die Waggons standen unter Strom und mussten erst geerdet werden, damit Sanitäter aufs Dach steigen und die Frau bergen konnten. Dem Mann konnten sie schneller helfen. Die 18-Jährige, die Fotos machen sollte, stand auf der Erde, blieb unversehrt und wählte den Notruf.

Um einen Stromschlag zu bekommen, muss ein Mensch eine Stromleitung nicht direkt berühren. Es reicht ein sogenannter Lichtbogen aus, um sich lebensgefährliche oder sogar tödliche Verletzungen zuzuziehen. Ein Lichtbogen entsteht, wenn Elektronen in der Luft den Strom zwischen Bahn und Oberleitung weiterleiten, so dass ein geschlossener Stromkreis entsteht. Die Bundespolizei rät deshalb dazu, einen Sicherheitsabstand von 1,50 Metern zu Oberleitungen einzuhalten.

dpa

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