+
Der Frachter "Galapaface I" ist vor der Insel San Cristobál auf Grund gelaufen.

Warnung vor Umwelt-Katastrophe

Frachter vor Galápagos-Inseln auf Grund gelaufen

Quito - Ein auf Grund gelaufenes Schiff bedroht das einzigartige Ökosystem der Galápagos-Inseln. Treibstoff wurde bereits abgepumpt, aber an Bord befindet sich noch hochgiftiges Öl.

Ecuadors Umweltministerin Lorena Tapia rief am Donnerstag den Umwelt-Notstand für die Inselgruppe im Pazifischen Ozean aus, die für ihre Tier- und Pflanzenwelt weltberühmt ist. Der Galápagos-Nationalpark warnte vor möglichen Umweltschäden, "die eine Katastrophe auslösen könnten".

Am Freitag vergangener Woche war vor der Insel San Cristobál der Frachter "Galapaface I" mit tausend Tonnen Ladung auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Rund 72.000 Liter Treibstoff wurden bereits abgepumpt, in dem Schiff befindet sich aber unter anderem noch hochgiftiges Motoröl.

Die Galápagos-Inseln liegen rund tausend Kilometer vor der Küste Ecuadors und gehören zum Weltnaturerbe der Unesco. Der Archipel verfügt über eine weltweit einzigartige Vielfalt an Flora und Fauna. Der britische Biologe Charles Darwin gründete seine Evolutionstheorie unter anderem auf seine Beobachtungen auf den Galápagos-Inseln im Jahr 1835.

Im Jahr 2001 war der mit Öl beladene Tanker "Jessica" ebenfalls vor der Insel San Cristobál verunglückt und hatte eine schwere Ölkatastrophe ausgelöst. In der Region lebt unter anderem eine große Seelöwen-Population.

mid

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mutmaßliche Dreifachmörderin vor Gericht
Nach dem Brand in einer Gießener Wohnung wird die Leiche eines Mannes entdeckt. Doch nicht das Feuer brachte ihn um, sondern rohe Gewalt. Die Ermittler machen eine …
Mutmaßliche Dreifachmörderin vor Gericht
ADAC meldet Staurekord für 2016
Die Blechlawine wächst. Nach Berechnungen des ADAC ging es im vergangenen Jahr auf den Straßen zäher zu als je zuvor. Als Gründe nennt der Autoclub unter anderem mehr …
ADAC meldet Staurekord für 2016
Vier Kinder bei heftigem Regen auf den Philippinen ertrunken
Manila - Die Philippinen wurden am Montag von ungewöhnlich heftigen Regenfällen heimgesucht. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, vier davon waren noch Kinder. 
Vier Kinder bei heftigem Regen auf den Philippinen ertrunken
Suche nach Flug MH370 eingestellt - Angehörige protestieren
Das Verschwinden von Flug MH370 bleibt vorerst eines der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte. Die Suche nach der Boeing 777 wird beendet. Die Hoffnung auf einen …
Suche nach Flug MH370 eingestellt - Angehörige protestieren

Kommentare