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Der gesunkene Frachter "Flinterstar" aus den Niederlanden.

Kilometerlange Ölspuren im Meer

Frachter-Kollision: Ölteppich vor belgischer Küste

Brüssel - Es muss ein furchtbarer Schock gewesen sein: In der Dunkelheit stoßen zwei Schiffe vor der belgischen Küste zusammen. Die Besatzungen kommen glimpflich davon. Doch für die Umwelt könnte das Unglück Folgen haben.

Vor der belgischen Küste breiten sich nach dem Zusammenstoß zweier Schiffe zwei Ölteppiche aus. Die Behörden bereiteten sich am Dienstag auf eine Reinigungsaktion vor, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Vor dem Ort Seebrüge war kurz nach vier Uhr am Dienstagmorgen ein niederländisches Frachtschiff mit einem Gastanker zusammengestoßen und gesunken. Die zwölfköpfige Besatzung des Frachters wurde gerettet, es gab zwei Leichtverletzte.

Zwei Ölteppiche von mehr als drei Kilometern Länge trieben laut Belga einige Kilometer vor der Küste auf dem Meer. Eine Gefahr für die belgische Küste mit einem Naturschutzgebiet gibt es laut dem Gouverneur der Provinz Westflandern Carl Decaluwé nicht, allerdings trieben die Ölflecken in Richtung naher niederländischer Gewässer, wo sie gegen Abend ankommen dürften.

Die Naturschutzorganisation Vogelbescherming Vlaanderen (Vogelschutz Flandern) fürchtete dennoch, das Öl könne zur Gefahr für Zugvögel auf dem Weg nach Süden werden, wie Belga berichtete. Mitarbeiter bereiteten sich auf die Versorgung ölverschmierter Vögel vor.

Die belgischen Behörden schätzten die Bedingungen für die Arbeit an der Beseitigung der Ölteppiche bei Wellen von bis zu 35 Zentimetern Höhe als gut ein. Der niederländische Frachter „Flinterstar“ transportierte laut Belga 73 Tonnen Heizöl und 125 Tonnen Diesel, zudem Stahl und Baumaterialien.

Die „Flinterstar“ war auf eine Sandbank aufgefahren und bis zum Dach vollgelaufen. Dort saß das Schiff am Mittag immer noch fest. Die Forschung nach den Ursachen der Kollision war in vollem Gange.

Der Gastanker „Al Oraiq“ unter der Flagge der Marshall-Inseln wurde leicht beschädigt in den Hafen von Seebrügge gebracht.

dpa

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