24 Menschen an Bord

Frachter in der Nordsee gesunken

Amsterdam - Bei einer Schiffskollision vor der niederländischen Küste sind vier Menschen ums Leben gekommen. Sieben weitere werden noch vermisst.

Die Überlebenschancen der sieben vermissten Seeleute seien allerdings gleich null, teilte die niederländische Küstenwache am frühen Morgen mit. In der Nacht war die Suche gegen 2.00 Uhr wegen schlechter Wetterbedingungen auf See unterbrochen werden.

Die Vermissten gehören zur Besatzung eines unter der Flagge der Bahamas fahrenden Autofrachters, der am Mittwochabend nach einer Kollision mit einem zypriotischen Containerschiff vor der Küste der süd-westlichen Provinz Zeeland gesunken war. 13 Crewmitglieder konnten sich retten, vier kamen ums Leben.

Sieben weitere würden noch vermisst, teilte die niederländische Küstenwache in der Nacht zum Donnerstag mit. Rettungsboote, Helikopter und die niederländische Marine suchten in der Nacht mit Infrarotgeräten nach Überlebenden. „Die Überlebenschancen ohne Schutzanzüge sind klein“, sagte der Sprecher der niederländischen Küstenwache, Peter Verburg, im niederländischen Fernsehen.

13 Menschen konnten gerettet werden. Sie seien nicht in Lebensgefahr. „Sie hatten sich mit Rettungsflößen in Sicherheit gebracht“, sagte der Sprecher. 11 wurden verletzt und schwer unterkühlt in Krankenhäuser in Rotterdam und Belgien gebracht. Die Wetterbedingungen seien für die Rettung nicht ideal. „Es ist dunkel, es weht ein starker Wind und das Wasser ist kalt“, sagte Verburg.

Gegen 19.15 Uhr war etwa 65 Kilometer vor der niederländischen Küste bei der süd-westlichen Provinz Zeeland der unter der Flagge der Bahamas fahrende Auto-Frachter „Baltic Ace“ mit dem Containerschiff „Corvus J“ aus Zypern zusammengestoßen. Der Frachter sank in nur 15 Minuten. Warum des zu der Kollision kam, war zunächst nicht bekannt.

Die Schiffe waren auf einer der meistbefahrenen Schiffsrouten der Welt unterwegs. Erst in der vergangenen Woche hatte die Internationale Seefahrtsorganisation IMO neue Fahrrouten der niederländischen Regierung genehmigt, die ab August 2013 gelten sollen.

Die „Baltic Ace“ war vom belgischen Zeebrügge auf dem Weg ins finnische Kotka. Das Containerschiff „Corvus J“ gehört zur Gesamtflotte der deutschen Reederei Jüngerhans im niedersächsischen Haren (Ems) und wurde bei der Kollision kaum beschädigt. Es kam aus dem schottischen Grangemouth und fuhr nach Antwerpen.

dpa

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