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S-Bahn Sitze: Spielzeug geht verloren

Rettungsaktion

Kind verliert Spielzeug in S-Bahn: Die Deutsche Bahn reagiert herzerwärmend

Ein kleiner Junge verliert in Frankfurt sein Lieblingsspielzeug in S-Bahn-Sitz. Die Deutsche Bahn (DB) reagiert zauberhaft. 

Frankfurt - Sicherlich kann sich ein jeder an die frühen Kindheitstage erinnern und vor allem an das damalige Lieblingsspielzeug. Ein Gegenstand, der Jahre später in einem Schrank verschwindet, doch für den kindlichen Geist der Mittelpunkt der Welt war. "Wir haben meistens einen ganzen Fuhrpark an Spielzeugautos dabei, wenn wir unterwegs sind", erklärt Katrin, die Mutter des vierjährigen Luis. Dieser ist überglücklich, dass er sein Spielzeugauto wiederbekommen hat. "Das Drama war natürlich groß", erinnert sich seine Mutter.

Drama in Frankfurter S-Bahn: Spielzeug verschwindet im Sitz

Luis war beim Spielen in der S 5 ausgerechnet sein liebstes Spielzeugauto hinter einen der Sitze gerutscht und in einem der Kästen unterhalb der Sitzfläche verschwunden. Der Leiter des Betriebsmanagements, Lutz Berger, sagt: "Wir haben eine E-Mail von Luis' Mutter bekommen, die geistesgegenwärtig war und die Nummer des Waggons abfotografiert hat", sagt er. Und: "Der Waggon kam ohnehin am Wochenende danach zur Wartung in die Werkstatt, deshalb konnten wir gezielt nach dem Auto suchen und es sehr schnell bergen." Umgehend wurde die Familie

von der Deutschen Bahn informiert und eingeladen.

Bahn-Mitarbeiter setzen alle Hebel in Bewegung

Jetzt war der große Tag. Luis und seine Mutter besuchen die großen Werks-hallen der Bahn nicht nur, um das vermisste Spielzeugauto entgegenzunehmen. Die beiden erhalten außerdem eine exklusive Führung.

In der ehemaligen Posthalle stapeln sich die blauen Sitzkissen der S-Bahn-Sitze. Die Radachsen und die riesigen Räder werden ausgebaut, stehen neben den Zügen und müssen sich einer Ultraschall-Untersuchung unterziehen. 125 Kollegen arbeiten rund um die Uhr im Schichtbetrieb in der gigantischen Werkshalle, die 200 Meter in der Länge misst. Pro Tag werden hier rund 30 Züge durchgeschleust, von denen die Hälfte zur selben Zeit gewartet wird. Vor allem bei einer aufgebockten S-Bahn macht Luis große Augen. Denn wann sieht man einen der großen roten Züge schon von unten? Das Highlight seines Besuchs folgt aber noch. Zuerst zeigt der Mitarbeiter Harald Jordan, Referent Betriebsüberwachung, noch einmal, wo genau das kleine Auto hingerutscht war und wie es schnell geborgen werden konnte. Dann wechselt die Gruppe in eine S-Bahn moderner Bauart, die auf einem Testgleis steht.

Große Sorge um das Spielzeugauto

Hier dürfen Luis und seine Mutter ganz vorne Platz nehmen und die S-Bahn nach kurzer Einweisung sogar einige Meter weit steuern. Luis selbst hat der Trubel des Tages und die Sorge um sein Spielzeugauto etwas mitgenommen, deshalb überlässt er lieber seiner Mutter die Kontrolle. Und fotografieren lassen will er sich auch nicht. Egal. Hauptsache der heißgeliebte rote Renner ist wieder da.

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