Mann ermordet 69-jährige

Bridge war sein Leben - und ihr Tod

Frankfurt/Main - Er flog aus der Bridgerunde, dafür brachte er seine Nachfolgerin um: Ein 51-Jähriger ist am Mittwoch wegen Mordes an einer wohlhabenden Witwe zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Das Landgericht Frankfurt sah es als erwiesen an, dass der Mann sich an einem späten Abend im August 2011 in das Haus der 69-Jährigen schlich und sie erstickte.

Das Motiv für die Tat war laut Urteil, dass er aus einer Bridgerunde ausgeschlossen worden war und das spätere Opfer seinen Platz in der Kartenspiel-Runde eingenommen hatte. „Wahrscheinlich wollte er Unfriede in die Gruppe bringen“, sagte der Vorsitzende Richter. Deshalb sei er an jenem Abend zum Haus der Frau gefahren, in dem sich die Gruppe zum Spiel versammelt hatte. Nachdem die Gäste gegangen waren, soll er das Haus über eine Terrassentür betreten und die Bewohnerin überrascht haben.

Mit dem Strafmaß folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Strafmildernde Aspekte sah es nicht. Die Tötungsabsicht sei eindeutig gewesen. Der Mann hatte sich erst im Mai vergangenen Jahres der Staatsanwaltschaft gestellt. Zuvor hatte ihn die Polizei aufgefordert, eine DNA-Probe abzugeben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fingerkuppe abgebissen: Wildschwein verletzt vier Menschen
Wilde Szenen in Schleswig-Holstein: In Heide hat ein Wildschwein-Duo am helllichten Tag die Innenstadt unsicher gemacht. Die Einwohner mussten vier Stunden das Zentrum …
Fingerkuppe abgebissen: Wildschwein verletzt vier Menschen
Pest breitet sich in Madagaskar rasant aus
In Madagaskar grassiert die Pest: Innerhalb weniger Tage verdreifachte sich die Zahl der Fälle. Die Lungenpest ist leicht übertragbar.
Pest breitet sich in Madagaskar rasant aus
Dreiste Masche: Wie hunderte Briten gratis auf Mallorca urlaubten
Einen Gratis-Urlaub auf Mallorca haben sich offenbar hunderte Briten ergaunert - mit einer pikanten Masche. Anwälte sollen sie angestiftet haben.
Dreiste Masche: Wie hunderte Briten gratis auf Mallorca urlaubten
Wegen Kopftuch: Heftige Kritik an Werbespot von REWE-Tochter
Die österreichische Rewe-Tochter BIPA zeigt in einem Werbespot eine Frau mit Kopftuch - und entfacht damit heftige Diskussionen. Mit diesem Echo hatten sie wohl nicht …
Wegen Kopftuch: Heftige Kritik an Werbespot von REWE-Tochter

Kommentare