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Die Polizei hatte dem Wohnungsbetrüger eine Falle gestellt und ihn während einer Besichtigung entlarvt und festgenommen. (Symbolbild)

Er nutzte Wohnungsnot in Frankfurt schamlos aus

Falscher Makler: Polizei stellt Betrüger Falle und entlarvt ihn bei Besichtigung

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Tatort Nordend in Frankfurt: Die Polizei nimmt einen Betrüger während einer Wohnungsbesichtigung fest. Dieser hatte die Wohnungsnot und die hohen Mieten schamlos ausgenutzt.

Update vom 08.11.2019, 12.58 Uhr: Die Wohnungsbesichtigung in Frankfurt war tatsächlich eine Falle. Wie die Polizei Frankfurt bestätigte, hatten die Ermittler den Täter schon länger im Visier, mussten aber erst ganz sicher sein, bevor die Falle zuschnappen konnte.

Mittlerweile befindet sich der Betrüger wieder auf freiem Fuß. Da er in Frankfurt einen festen Wohnsitz hat, besteht keine Fluchtgefahr, bestätigte die Polizei. Welche Strafe ihm nun droht, ist noch offen. Zunächst muss ermittelt werden, wie oft der Täter die Masche bereits durchgezogen hat und welcher Schaden entstanden ist.

Ebenfalls interessant: Die Polizei geht davon aus, dass der Betrüger nicht alleine gehandelt hat. Vielmehr soll es Mittäter geben, die die gleiche Masche in Frankfurt verwenden. Weitere Angaben dazu machte die Polizei jedoch vorerst nicht.

Erstmeldung vom 7. November: Hohe Mieten in Frankfurt ausgenutzt! Polizei entlarvt Betrüger

Frankfurt - Als wäre die Wohnungssuche in Frankfurt nicht schon umkämpft genug, muss man sich nun auch noch vor Betrügern in Acht nehmen. So geschehen im Nordend: Ein 30-Jähriger hatte sich als Makler ausgegeben und eine schicke Mietwohnung angeboten, wie die Frankfurter Kriminalpolizei bestätigt. 

Dabei hatten mehrere Interessenten am 30. Oktober einen Besichtigungstermin in besagter Wohnung gehabt, in der Hoffnung, endlich eine schöne Bleibe zu finden, ohne eine zu hohe Miete zahlen zu müssen. Bei diesem Termin konnte der Betrüger vor den Augen seiner potentiellen Opfer entlarvt und festgenommen werden. 

Explodierende Mieten ausgenutzt: Polizei schnappt Betrüger in Frankfurt

Für einige andere verzweifelte Wohnungssuchende kam die Festnahme allerdings leider zu spät. So hat die Frankfurter Kriminalpolizei mittlerweile herausgefunden, dass der Betrüger schon zuvor Vorauszahlungen unter dem Vorwand einer Wohnungszusage einkassiert hatte. Seine Masche: Ferienwohnungen anmieten, diese auf den typischen Immobilienportalen als Mietwohnungen hochladen und kurzfristige Besichtigungstermine anbieten. 

Vor Ort bekamen die Opfer direkt die Zusage. Im Gegenzug verlangte der falsche Makler Kaution, Monatsmieten im Voraus und oft auch Abschlag für Möbel in der Wohnung. Durch diese dreiste Masche kamen in den letzten Monaten laut der Polizei Frankfurt fünfstellige Schadenssummen zustande. Der Täter hatte die hohen Mieten und den umkämpften Wohnungsmarkt schamlos ausgenutzt.

Der Betrüger nutzte die Wohnungsknappheit in Frankfurt schamlos aus. Nun hat ihn die Polizei erwischt.

Mieten steigen in Frankfurt an: Polizei sucht weitere Opfer des Wohnungs-Betrügers

Die Krux an der Sache: Der 30-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Nun gehe es vor allem darum, bereits geschädigte Mietinteressenten des Täters zu finden, teilte die Polizei mit. 

Daher sind Personen, die möglicherweise von die Masche betroffen sind, aufgefordert sich zu melden bzw. Anzeige zu erstatten. Dies gilt auch, wenn die Aufforderung zur Zahlung bereits erfolgt ist, aber noch kein Geld überwiesen wurde. Die Polizei rät generell bei Wohnungsangeboten zur Vorsicht bei voreiligen Zahlungen ohne abgeschlossene vertragliche Vereinbarungen.

Kurioserweise stehen einige Wohnungen in einem kleinen Stadtteil in Frankfurt leer. München hat Bußgeld verhängt.

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Wie umkämpft der Wohnungsmarkt in Frankfurt ist, zeigt auch die Not eines jungen Paares. Sie suchten monatelang.

Zudem schrecken die hohen Mieten in Frankfurt zahlreiche Bewerber ab.* Nun sind Lösungen geplant.

Durch den Omniturm in Frankfurt sind 147 neue Mietwohnungen entstanden. Es gibt allerdings ein großes Problem.

Durch die hohen Mietpreise in Frankfurt wird die Lage für Studenten immer prekärer.

In Frankfurt hat die Polizei einen Messerstecher festgenommen. Sein Opfer, ein 20-Jähriger, musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

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