Andere Drogen verlieren an Bedeutung

Frankfurt: Teenies kiffen mehr, trinken weniger

Frankfurt/Main - Weniger Alkohol, weniger Tabak, harter Stoff sowieso nicht - Jugendliche in Frankfurt können Drogen immer besser widerstehen. Nur eine Ausnahme jedoch gibt es.

Die Zahl jugendlicher Kiffer ist einer breit angelegten Frankfurter Studie zufolge deutlich gestiegen. Eine Befragung dort ergab, dass mehr Jugendliche in Frankfurt Cannabis nahmen - während alle anderen Drogen an Bedeutung verlieren. 42 Prozent der Befragten hatten 2013 schon einmal Cannabis versucht, vor zwei Jahren waren es erst 34 Prozent. Sieben Prozent kiffen regelmäßig, vor zwei Jahren waren es vier Prozent.

Das Centre for Drug Research der Goethe-Universität Frankfurt befragt jährlich 1500 Schüler zwischen 15 bis 18 Jahren zu ihrem Drogenkonsum. Aktueller Trend: Tabak, Alkohol und Räuchermischungen gehen zurück, harte Drogen spielen weiterhin so gut wie keine Rolle, wie Studienleiter Bernd Werse am Donnerstag ausführte. Auch die anderswo beliebte Modedroge Crystal Meth ist laut Studie unter Frankfurter Jugendlichen nicht nennenswert verbreitet.

Zudem ist das Alter beim Erstkonsum seit der ersten Befragung 2002 gestiegen, wie die Leiterin des Drogenreferats, Regina Ernst, berichtete. „Die Mehrzahl der Jugendlichen konsumiert moderat oder ist abstinent.“ 10 Prozent hatten noch nie eine Droge versucht (2002: vier Prozent), 28 Prozent waren im letzten Monat enthaltsam (2002: 16 Prozent). Hauptmotiv für Drogenexperimente: „Neugier“ und der Wunsch, sich gut zu fühlen. 15 Prozent sagten: „Weil es verboten ist.“

Die Zahl jugendlicher Raucher geht zurück. 70 Prozent haben es zwar mal versucht, aber nur 13 Prozent rauchen mehr als fünf Zigaretten täglich. In den ersten Jahren der Erhebung waren es stets zwischen 20 und 30 Prozent gewesen. Auffällig ist, dass mehr Jugendliche schon mal eine Wasserpfeife (Shisha) geraucht haben als eine Zigarette.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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