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Dürre in Südfrankreich: Dorf verbietet Zähneputzen und Kochen mit Wasser aus dem Hahn

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Von: Patrick Huljina

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Die früheste Hitzewelle seit 1947 hat die Trockenheit im Süden Frankreichs verschlimmert. Ein Dorf bei Nizza ergreift nun drastische Maßnahmen.

Villars-sur-Var - Trockenheit, Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke: eine frühsommerliche Hitzewelle ist in den vergangenen Wochen über Frankreich hereingebrochen. Der Wetterdienst Météo France sprach von der frühesten Hitzewelle seit 1947. In elf Gebieten wurden neue Temperaturrekorde für den Monat Juni aufgestellt. Im südwestfranzösischen Biarritz wurde am Samstag (18. Juni) mit 42,9 Grad sogar der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen.

Trockenheit in Südfrankreich: Dorf verbietet Zähneputzen und Kochen mit Wasser aus dem Hahn

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit hat ein südfranzösisches Dorf nun drastische Maßnahmen ergriffen. Zähneputzen und Trinken am Wasserhahn sind in Villars-sur-Var – knapp 50 Kilometer nördlich von Nizza – derzeit verboten. Das teilte die Kommune im Süden Frankreichs am Dienstag (20. Juni) mit. Das Wasser aus dem Hahn dürfe auch nicht zum Kochen verwendet werden, hieß es weiter. Aus der Quelle, die den 760-Einwohner-Ort mit Trinkwasser versorgt, komme wegen der Dürre nicht mehr genügend Wasser.

Zwei Zahnbürsten unter einem Wasserhahn.
Zähneputzen unterm Wasserhahn: Das ist in einem südfranzösischen Dorf verboten. (Symbolbild) © IMAGO / Shotshop

Hitzewelle in Frankreich: Dorfbewohner erhalten zwei Flaschen Trinkwasser pro Tag

Jeder Einwohner erhält vorerst zwei Flaschen Trinkwasser pro Tag vom Rathaus. Der zuständige Wasserversorgungsbetrieb hat bereits eine neue Entnahmestelle gefunden. Aber die Untersuchung der Wasserqualität sei noch nicht abgeschlossen, hieß es in der Mitteilung weiter. Ende Mai hatte die Präfektur von Alpes-Maritimes bereits das Wasser rationiert. Autowaschen, das Befüllen privater Pools und das Wässern von Rasenflächen sind in dem Département, das Nizza und die Côte d‘Azur umfasst, seitdem verboten.

Die Hitzewelle, die Frankreich in der vergangenen Woche überrollt hatte, ist mittlerweile wieder abgeklungen. Sie hat allerdings die Trockenheit, die seit dem niederschlagsarmen Winter und Frühjahr anhält, in manchen Landesteilen weiter verschlimmert.

Mitten in der Gardasee-Saison wird auch in Norditalien das Trinkwasser knapp. Seit Monaten fehlt der Regen. Wasser ist in einigen Gemeinden schon rationiert. Jetzt soll der Gardasee angezapft werden. (ph/afp)

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