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Mit K.-o.-Tropfen vergiftet? Hunderte Studenten brechen Skiurlaub in Frankreich ab

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Von: Leyla Yildiz

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K.O. Tropfen
K.-o.-Tropfen könnten der Auslöser für zahlreiche Krankheitsfälle bei niederländischen Studenten gewesen sein. (Symbolbild) © Nicolas Armer/dpa

Wegen möglichen Vergiftungen mit K.-o.-Tropfen haben 450 Studenten ihren Skiurlaub abgebrochen. Neun von ihnen waren bei einer Party plötzlich erkrankt.

Utrecht/Risoul ‒ Hunderte niederländische Studenten haben nach möglichen Vergiftungen mit K.-o.-Tropfen ihren Skiurlaub in Frankreich abgebrochen. Neun von rund 450 Studenten aus Utrecht war bei einer Après-Ski-Party plötzlich schlecht geworden und fünf von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Das berichtete der öffentlich-rechtliche Sender NOS.

Vergiftungen im Skiurlaub: Studenten mutmaßten Drogen in ihren Getränken

Die Betroffenen klagten etwa über Zitteranfälle und Gedächtnisverlust, sie musste sich übergeben oder brachen plötzlich zusammen. Zu den Vorfällen kam es im Wintersportort Risoul in den französischen Alpen. Die Studenten aus den Niederlanden äußerten laut dem NOS-Bericht den Verdacht, dass ihnen Drogen in die Getränke gemixt worden seien.

Trotz verstärkter Aufsicht kam es zu weiteren Vorfällen. Nach Recherchen des Senders gab es bei weiteren Reisen in den Ort in der letzten Zeit Dutzende betroffene Studenten, ins Visier geriet eine bestimmte Bar. Der Betreiber verwehrte sich aber gegen Anschuldigungen, er sei um Sicherheit sehr bemüht und habe der Polizei die Kameraaufzeichnungen aus seiner Bar zur Verfügung gestellt.

Vergiftungsfälle in Frankreich: Landesweite Kampagne zum Schutz von Partygästen vor K.-o.-Tropfen

In Frankreich läuft gerade eine landesweite Kampagne zum Schutz von Partygästen vor K.-o.-Tropfen, nachdem sich Besucher von Clubs und Diskotheken verstärkt über Vorfälle beschwert hatten. Rund um die Uhr stehen speziell geschulte Polizisten an einer Hotline parat. Außerdem sind Kliniken neuerdings bei allen bewusstlos eingelieferten Menschen angewiesen, eine toxikologische Untersuchung vorzunehmen. Mögliche Spuren von K.-o.-Tropfen lassen sich später nämlich nicht mehr nachweisen. Auch in Deutschland warnt die Polizei, wie nun Ruhr24.de berichtet. (dpa/ly)

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