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Wiederbelebung erfolglos

Frankreich: Mutter ersticht Lehrerin vor Kindern

Albi - Vor den Augen der entsetzten Kleinkinder hat eine Mutter in der Schule ihres Sohns eine Lehrerin niedergestochen. Insgesamt nimmt die Gewalt gegen Lehrer zu.

Vor den Augen der entsetzten Schüler hat eine Mutter in Frankreich deren Lehrerin erstochen. Die Mutter eines Schülers sei am Freitagmorgen in die staatliche Vor- und Grundschule der südwestfranzösischen Kleinstadt Albi "mit einem Messer angekommen und hat eine 34 Jahre alte Lehrerin vor den Kindern niedergestochen", sagte Staatsanwalt Claude Derens der Nachrichtenagentur AFP.

Als er am Tatort eingetroffen sei, sei noch versucht worden, die Lehrerin zu reanimieren. "Sie hatte in ihrem Klassenzimmer einen Herzstillstand." Die Täterin wurde sofort festgenommen. Nach Angaben von Erziehungsminister Benoît Hamon soll die Mutter nach ersten Erkenntnissen unter psychischen Störungen leiden. Die Schule hat insgesamt 284 Schüler im Alter zwischen drei und elf Jahren.

Frankreichs Präsident François Hollande sprach von einem "entsetzlichen Drama" und kündigte an, Helfer zur Betreuung der Kinder und des Schul-Personals nach Albi zu schicken. Erziehungsminister Benoît Hamon reiste umgehend in die Kleinstadt. In Frankreich ist am Samstag der letzte Unterrichtstag vor den Sommerferien, für viele Schüler endete der Unterricht aber schon am Freitag.

Eine Reihe von Studien berichten von einer Zunahme der Gewalt von Eltern gegen Lehrer in Frankreich. So wurde im Schuljahr 2012/2013 fast die Hälfte der Schuldirektoren von Vor- und Grundschulen von Eltern verbal oder physisch attackiert, wie aus einer im im April in der Zeitung "Le Parisien" veröffentlichte Untersuchung hervorgeht. Laut einer anderen Studie aus dem Jahr 2012 sagten 35,8 Prozent der Lehrer aus, dass sie beleidigt wurden, 17,1 Prozent berichteten von Drohungen, 14 Prozent von Belästigungen und 3,6 Prozent sogar von Schlägen.

AFP/dpa

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