Nach Messerangriff in Südostfrankreich
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Nach dem Messerangriff in Frankreich ist ein dritter Mann festgenommen worden.

Verfahren gegen 33-Jährigen beginnt

Messerangriff in Frankreich: Zwei Tote und mehrere Verletzte - Terrorermittlungen offiziell eingeleitet

In Frankreich hat am Samstag ein Angreifer in der Kleinstadt Romans-sur-Isère mehrere Menschen mit einem Messer attackiert. Zwei Menschen starben, weitere wurden verletzt. 

  • Am Samstag ereignete sich in der französischen Kleinstadt Romans-sur-Isère ein Messerangriff.
  • Dabei sind mindestens zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt worden.
  • Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen.

Update vom 8. April, 23.05 Uhr:Vier Tage nach der Messerattacke in Frankreich mit zwei Toten haben die Anti-Terror-Ermittler ein formelles Verfahren gegen einen sudanesischen Staatsbürger eingeleitet. Der Vorwurf gegen den 33-Jährigen lautet „Mord im Zusammenhang mit einer terroristischen Tat“, wie die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft in Paris mitteilte. Nach bisherigen Erkenntnissen handelte der als Flüchtling anerkannte Mann alleine.

Ein Untersuchungsrichter in Paris leitete das Verfahren gegen den Verdächtigen ein. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, der nach der Tat festgenommene Sudanese habe nach bisherigen Erkenntnissen „alleine gehandelt“ und sei nicht „von einer Terror-Organisation beauftragt“ gewesen.

Update vom 5. April, 11.49 Uhr: Inzwischen sind nach dem mutmaßlichen Terrorangriff im Südosten Frankreichs drei Männer festgenommen worden. Neben dem Sudanesen, der als Haupt-Tatverdächtiger gilt, wurde wurde am Samstag außerdem ein Bekannter des 33-Jährigen in Gewahrsam genommen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Sonntagvormittag berichtete, ist nun offenbar ein dritter Mann im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen worden. 

Auch wurden weitere Details zum Tathergang bekanntgegeben: So attackierte der Angreifer die Menschen im Zentrum der 35.000-Einwohner-Stadt Romans-sur-Isère in mehreren Geschäften und auf der Straße. Dabei soll er Zeugen zufolge „Allah Akbar“ (Gott ist groß) gerufen haben. Die Anti-Terror-Staatsanwalt nahm Ermittlungen wegen „Mordes in Zusammenhang mit einer Terrortat“ gegen den festgenommenen Hauptverdächtigen auf. Er leistete bei seiner Festnahme keinen Widerstand. 

Messerattacke in Frankreich: Anti-Terror-Staatsanwaltschaft startet Ermittlungen

Update vom 4. April, 20.22 Uhr: Nach dem tödlichen Messerangriff am Samstag im Zentrum der Stadt Romans-sur-Isère im Südosten Frankreichs hat dieAnti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Wie die Behörde mitteilte, werde nun wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer kriminellen, terroristischen Vereinigung ermittelt. Bei dem Angriff am Samstag wurden zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt, zwei von ihnen schwer.

Bei demmutmaßlichen Täter soll es sich nach Angaben der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft um einen Mann sudanesischer Abstammung handeln, der 1987 geboren wurde. Bei der Hausdurchsuchung seien Dokumente mit religiösem Inhalt gefunden worden, in dem sich der Mann unter anderem darüber beschwert, dass er in einem Land der Ungläubigen lebe. Der Mann war der Polizei bisher nicht bekannt.

News vom 4. April, 16.50 Uhr:

Romans-sur-Isère - Bei einem Messerangriff in Frankreich hat ein Mann am Samstag mindestens zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt. Der Angriff ereignete sich in der Kleinstadt Romans-sur-Isère südlich von Lyon, wie es aus Ermittlerkreisen hieß. Der Verdächtige sei festgenommen worden.

Wie die AFP erfahren hat, soll es sich bei dem mutmaßlichen Täter um einen 33-Jährigen handeln, der der Polizei vorher nicht bekannt war. Er hatte die Menschen den Angaben zufolge in einem Geschäft und auf der Straße attackiert. Einer der Verletzten schwebt demnach in Lebensgefahr. Der Verdächtige wurde gegen 11.00 Uhr am Vormittag festgenommen.

Messerattacke in Frankreich: Zwei Menschen sterben, vier weitere verletzt

Die Motive des Angreifers sind bislang noch unklar, die Kriminalpolizei in Lyon übernahm die Ermittlungen. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob sie die Ermittlungen an sich zieht. Man werde alles möglich zur Aufklärung dieser abscheulichen Tat tun, schrieb Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron auf Twitter. Bei dem Angriff am Samstag wurden laut der französischen Nachrichtenagentur AFP zudem vier Menschen verletzt, zuvor war von sieben Verletzten die Rede gewesen.

In Kronach (Bayern) wurde ein 23-Jähriger erstochen, der Täter flüchtete. Die Polizei fahndet nun nach dem 28-jährigen Verdächtigen*.

In New York hat ein Mann mit einer Machete bewaffnet eine jüdische Feier im Haus eines Rabbiners gestürmt. Der Gastgeber erlag Monate später seinen Verletzungen.

In Glasgow kam es ebenfalls zu einer Messerattacke mit mehreren Toten.

afp/dpa

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