Andauernder Ausnahmezustand in Frankreich

Direktor: Schüler sollen auf Schulgelände rauchen dürfen

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Paris - Es geht um die Sicherheit der Schüler, so begründen es zumindest französische Schuldirektoren. Sie wollen, dass die Schüler wieder auf dem Pausenhof rauchen dürfen.

Frankreich befindet sich nach den Anschlägen in Paris noch immer im Ausnahmezustand. Nun soll dieser  nochmals verlängert werden. Die französische Regierung will zudem eine Verfassungsänderung durchsetzen, um somit mehr Spielraum zu bekommen. In Frankreich gibt es dagegen bereits erste Proteste.

Und auch französische Schuldirektoren melden sich nun zu Wort, doch ihnen geht es um etwas ganz anderes. Sie wollen, dass Schüler wieder auf dem Pausenhofgelände rauchen dürfen. Während des Ausnahmezustands sei die Gefahr für die Schüler zu hoch, draußen auf den Straßen zu rauchen, da sie dort sehr leicht zu Opfern von Anschlägen werden können. Es soll sogar bereits zu Zusammenstößen mit Menschengruppen gekommen sein, die später als Dschihadisten identifiziert wurden. Das heißt es zumindest in einem Brief von der französischen Vereinigung von Schuldirektoren, der von der  Zeitung "L´Union" zitiert wird.

Die französische Regierung hält von dem Vorschlag allerdings nicht sehr viel. Die terroristische Bedrohung dürfe nicht dazu führen, die Bemühungen, die Zahl der Raucher in Frankreich zu minimieren, zu vernachlässigen. Im Gegenteil, falls Direktoren ihren Schülern das Rauchen auf dem Schulgelände gestatten, müssten sie mit einer Geldstrafe rechnen. Schulleiter würden mit Geldstrafen bis zu 750 Euro und rauchende Schüler mit Geldstrafen bis zu 450 Euro bestraft werden.

Anschläge in Paris: 8. Attentäter inzwischen identifiziert

mt

Rubriklistenbild: © dpa

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