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Auch edler Bordeaux von Mouton Rothschild kommt unter den Hammer.

Frankreich versteigert 1400 Flaschen

Premier will Etat mit Wein auffüllen

Paris - Frankreichs Premierminister versteigert 1400 Flaschen Wein. Mit den verschiedensten edlen Tropfen in seinem Weinkeller will Jean-Marc Ayrault die Staatskasse aufbessern.

Nach dem Elysée-Palast versteigert nun auch Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault einen Teil seines Weinkellers, um die Haushaltsbilanz aufzumöbeln. Insgesamt würden am Freitag in Paris 1400 Flaschen aus allen französischen Anbaugebieten zum Verkauf angeboten, sagte Kellermeister Claude Bluzet in Paris. Dies sei etwa ein Zehntel der Weinvorräte im Matignon-Palast, dem Amtssitz des französischen Regierungschefs.

Nach Schätzungen Bluzets dürfte die Versteigerung rund 100.000 Euro einbringen, die den Haushalt des Matignon aufbessern sollen. Möglicherweise gibt es aber eine Überraschung: Die Versteigerung eines Teils der Wein-Bestände des Elysée-Palastes hatte im Mai 718.000 Euro eingebracht - weit mehr als die vorab erwarteten 300.000 Euro.

Unter den Hammer kommen nun vor allem sehr edle und teure Weine, wie eine Flasche Romanée Conti des Jahres 2004 aus dem besten Anbaugebiet im Burgund. Der Schätzpreis für diese Flasche liegt bei 5000 bis 5500 Euro.

Freunde edler Tropfen können auch eine Flasche La Tache 1990 ersteigern. Auktionator Aymeric de Clouet schätzt ihren Wert auf 1800 bis 2100 Euro. Auf Liebhaber von Bordeaux-Weinen warten zwölf Flaschen Mouton Rothschild mit einem Schätzwert von insgesamt 8400 bis 9000 Euro.

Auch für bescheidenere Geldbeutel sei etwas dabei, versichert de Clouet. Einige Flaschen würden ab 15 Euro angeboten.

Wie seine Kollegen in anderen gut bestückten Weinkellern, etwa denen der Pariser Nationalversammlung und des Senats, muss auch Kellermeister Bluzet immer mehr sparen. Sein Budget sei seit Jahren rückläufig, berichtete der Franzose, ohne eine Summe zu nennen. Spitzenweine kämen daher am Regierungssitz nicht mehr auf den Tisch. Mitglieder des Kabinetts müssten sich bei gemeinsamen Essen mit Flaschen "für vier oder fünf Euro" begnügen.

Der Elysée-Palast hat die Ausgaben für seinen Weinkeller ebenfalls reduziert. Immerhin beträgt das Budget nach Angaben der dortigen Chefin des Weinkellers, Virginie Routis, noch rund 150.000 Euro pro Jahr.

afp

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