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Drei Muslime in Deutschland. Einer Studie zur Folge sehen Deutsche und Franzosen Muslime gleichermaßen als Gefahr an.

Franzosen und Deutsche sehen Islam als Gefahr

Paris - Rund 40 Prozent der Menschen in Deutschland und Frankreich sehen im Islam eine Gefahr für ihre nationale Identität. Überraschend ist, dass die Zahlen identisch sind.

Zwei Drittel der Franzosen und drei Viertel der Deutschen finden zudem, Muslime seien nicht gut integriert. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des französischen Meinungsforschungsinstituts IFOP im Auftrag der Zeitung “Le Monde“. “Es ist verblüffend, dass dieses harte Ergebnis in beiden Ländern das gleiche ist“, sagte IFOP-Forscher Jérôme Fourquet dem Blatt. Als wichtigsten Grund für die Integrationsprobleme nannten Deutsche und Franzosen eine Verweigerungshaltung der Muslime (61 Prozent bei den Franzosen, 67 Prozent bei den Deutschen). An zweiter und dritter Stelle folgten zu große kulturelle Unterschiede (F: 40 Prozent, D: 34 Prozent) und eine Ghettoisierung (F: 37 Prozent, D: 32 Prozent).

Für die Studie hatte das Institut Anfang Dezember jeweils rund 800 Menschen in Deutschland und Frankreich befragt. In beiden Ländern gab es in den letzten Monaten heftige Integrationsdebatten. In Deutschland sorgte der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) mit seinem Buch “Deutschland schafft sich ab“ für Aufsehen. In Frankreich heizte unter anderem Marine Le Pen die Diskussion an. Die Vizepräsidentin der rechtsextremen Partei Front National verglich die Präsenz der Muslime in Frankreich mit einer feindlichen Besetzung.

Die Universität Münster war in einer im Dezember veröffentlichten Studie zu einem etwas anderen Ergebnis gekommen. Demnach sind die Deutschen kritischer gegenüber dem Islam als die Franzosen. Laut der Münsteraner Studie befürworten zudem zwei Drittel der Franzosen den Bau von Moscheen. Die Studie des IFOP ermittelte, dass etwa 40 Prozent der Franzosen und 50 Prozent der Deutschen dies ablehnen.

dpa

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