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Flughafenchef Stefan Schulte räumte Probleme bei der Enteisung der Jets ein.

Fraport-Chef weist Wetterkritik zurück

Frankfurt/Main - Frankfurts Flughafenchef Stefan Schulte hat die Vorwürfe eines mangelhaften Winterdienstes auf Deutschlands größtem Flughafen zurückgewiesen und gab den Fluggesellschaften eine Teilschuld.

Die Schwierigkeiten der vergangenen Tage seien nicht allein der Betreibergesellschaft Fraport zuzurechnen, erklärte er am Montagabend in Frankfurt. Vor allem der Hauptkunde Lufthansa hatte heftig kritisiert, dass die Flugzeuge nicht schnell genug enteist worden seien.

Schulte hielt hingegen den Fluggesellschaften vor, infolge der witterungsbedingt durcheinandergeratenen Umläufe nicht genügend Kabinen- und Bodenpersonal in Reserve gehabt zu haben. Etliche Flieger hätten allein deswegen nicht starten können, obwohl die Bahnen frei gewesen seien. Zudem hätten sie oftmals nicht fliegen können, weil zahlreiche Zielflughäfen in Europa gesperrt gewesen seien.

Der Flughafenchef räumte Probleme bei der Enteisung der Jets ein. Man habe zwar genug Personal gehabt, aber wegen besonderer Witterungsumstände teils die dreifache Zeit benötigt, um die Flieger entsprechend der Sicherheitsvorschriften von Schnee und Eis zu befreien. Auch habe man von der dabei eingesetzten Chemikalie die dreifache Menge einsetzen müssen. Sie sei aber dennoch nicht ausgegangen, wie anderenorts geschehen. In Europa gebe es nur noch zwei Hersteller, die in den vergangenen Jahren ihre Kapazitäten heruntergefahren hätten.

Probleme bereitete laut Schulte auch ein neu eingeführtes Computersystem zur Steuerung der Prozesse rund um Starts und Landungen. Hier habe es Fehlbedienungen seitens der Crews gegeben. In den nächsten Tagen sind erneute Schneefälle im Rhein-Main-Gebiet angesagt.

dpa

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