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Vivian Low versucht verzweifelt, auf sich aufmerksam zu machen. 

Im Shopping-Center

Frau gerät in Bälle-Bad in Panik und „ertrinkt“

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In einem Shopping-Center in Singapur ist eine junge Mutter mit ihrem Kind nicht mehr aus einem Bälle-Bad herausgekommen. Nun hat sie sich via Facebook gemeldet. 

Singapur - Singapur ist bekannt für seinen Gigantismus, für riesige Wolkenkratzer - und für dekadente Shopping-Center. In der Mall an der weltbekannten Marina Bay gibt es beispielsweise eine Eisfläche zum Schlittschuhlaufen - in einem Land, in dem die Temperatur die 20-Grad-Marke selbst nachts nicht unterschreitet. Jetzt ist einer jungen Mutter eine weitere Attraktion einer Mall zum Verhängnis geworden: ein Bälle-Bad für Kinder. 

Vivien Low besuchte eines Nachmittags gemeinsam mit ihrem vierjährigen Sohn die Singapurer City Square Mall. Der Junge entdeckte nach einiger Zeit den Spielplatz für die Kinder, wollte in einer riesige Grube, gefüllt mit tausenden kleinen Plastikbällen, spielen. Weil Low ihr Kind nicht alleine lassen wollte, steigt sie mit in das Bälle-Bad. Doch dann passiert es: Die junge Mutter rutscht aus, verliert ihr Gleichgewicht und fällt rückwärts. Auf Facebook schreibt sie: „Ich konnte nicht mehr den Boden erreichen und ich konnte nicht aufstehen. Ich versuchte, mich umzudrehen, aber ich konnte nicht.“ Die Randbegrenzung habe sie ebenfalls nicht mehr erreichen können. Und auch ihr Sohn sei quasi bewegungsunfähig gewesen.

Mehrere Personen befinden sich in dem Bälle-Bad. Man kann lediglich einige Köpfe erahnen. 

In Panik streckt sie ihre Hand in die Luft, versucht jemanden auf sich aufmerksam zu machen. Als sie niemand bemerkt, beginnt sie, nach Hilfe zu rufen. 

„Erwachsenenaufsicht nötig - sogar viel davon“

Irgendwann habe sie dann endlich eine Hand ergreifen können, die ihr half, sich wieder aufzurichten. Dann erst konnte sie ihrem Sohn zurück an die Oberfläche helfen. Sogar zwei weitere Kinder habe sie aus den Tiefen nach oben ziehen müssen, berichtet Low. „Dann kam das Personal, um mir zu helfen, die Kinder aus dem Becken zu ziehen.“ Eines der Kinder habe geweint, sie seien beide nicht älter als sechs bis acht Jahre gewesen. 

Im Hintergrund zieht jemand ein Kind aus dem Becken. Vorne versucht Vivian Low auf sich aufmerksam zu machen. 

Das Erlebte schildert Low nun auf ihrem Blog mittels eines langen Facebook-Posts inklusive Videoaufnahmen ihres „Überlebenskampfes“. Sie werde, schreibt sie, nun nicht mehr in ein Bälle-Bad gehen. Die junge Mutter wolle jetzt vor allem auf die Gefahren auf Spielplätzen hinweisen. Trotzdem appelliert sie an die Eltern, weiterhin in das Bälle-Bad zu gehen. Denn: „Umso mehr Erwachsene dort sind, desto besser können sie auf die Kinder aufpassen.“ Ihr Fazit: „Erwachsenenaufsicht ist nötig - sogar viel davon.“

Betreiber AirZone will verstärkt auf Sicherheit achten

Der Betreiber des Spielbereichs, AirZone, versicherte nun, die City Square Mall auf Sicherheit zu überprüfen. In einem Kommentar unter dem Posting schreibt AirZone: „Wir möchten Ihnen danken, dass Sie uns darauf aufmerksam gemacht haben. Wir werden die Anzahl der in der Grube befindlichen Bälle überprüfen und sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter (...) schneller reagieren können.“

Einem Bericht der Straits Times zufolge befinden sich derzeit rund 40.000 Bälle in der Grube. Bisher sei das Feedback allerdings sehr positiv, keiner habe sich beschwert, „dass das Bälle-Bad zu tief ist“, so ein AirZone-Sprecher gegenüber dem Mirror

Das gibt es wirklich: Bällebad zum mieten fürs Wohnzimmer

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