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Diana Nyad will zwei Tage lang schwimmen und damit Geld für "Sandy"-Opfer sammeln.

64-Jährige will Geld sammeln

Frau schwimmt zwei Tage lang für „Sandy“-Opfer

New York - Zwei Stunden am Stück zu schwimmen, würden viele nicht schaffen. Eine Amerikanerin will es gleich zwei Tage vollbringen. Und das im fortgeschrittenen Schwimmer-Alter.

Mit 64 Jahren genießen die meisten Frauen ihre Rente und gehen vielleicht mal schwimmen. So ähnlich macht es auch Diana Nyad - nur etwas länger. Mitten in New York will die Extremsportlerin in einem extra für sie errichteten Becken hin- und herschwimmen. 48 Stunden lang! Damit will die Rekordsportlerin Geld für die Opfer des Wirbelsturms „Sandy“ sammeln.

„Ich möchte mit dem Dauerschwimmen Stärke und Ausdauer zeigen. Das soll ein Zeichen der Solidarität mit denen sein, die in den mir am Herzen liegenden Gemeinden noch immer leiden“, sagt die Amerikanerin. Allein in einem Landkreis bei New York seien 25 000 Sturmopfer noch ohne Obdach. „Wir stehen kurz vor dem ersten Jahrestag von "Sandy". Mir ist es wichtig, dass wir erkennen, wie wichtig Katastrophenhilfe ist.“ Unmittelbar nach einem Unglück sei das selbstverständlich, aber in den Monaten und Jahren danach sei das ähnlich bedeutend.

Dem Gesicht Nyads sieht man die sportlichen Entbehrungen an. Nicht einmal fünf Wochen ist es her, dass sie die fast 180 Kilometer von Havanna in Kuba nach Key West im US-Bundesstaat Florida geschwommen ist. 53 Stunden lang. Ihren ersten Versuch musste sie abbrechen. Das war 1978. Auch den zweiten 2011, ebenso den dritten. Und auch den vierten vor einem Jahr. Jetzt hat es endlich geklappt, beim fünften Versuch. Na und?

Nyad schwimmt ruhig ihre Bahnen. Das Empire State Building wirft seinen Schatten auf ihr 35 Meter langes Becken, das direkt vor dem Kaufhaus Macy's steht. Touristen und New Yorker kommen heraus, wundern sich über den Auflauf und lassen sich von den schon Dastehenden informieren. Aha? Toll! Immer wieder spenden die Menschen am Rande des Beckens Applaus und rufen „Diana, Du schaffst es!“.

Daran scheint kein Zweifel zu bestehen, so locker zieht die 64-Jährige, immer mal wieder in einem anderen Schwimmstil, ihre Bahnen. Doch die große Uhr zeigt erst acht Stunden an - gerade einmal ein Sechstel der Zeit, die Nyad sich vorgenommen hat. Aber sie winkt bei jeder Wende und lächelt, wenn sie sich rasch eine Wasserflasche reichen lässt. Auch mitten im Schwimmbecken kann man dehydrieren.

Für Abwechslung sorgen Mitschwimmer. Wer will, kann mit Nyad ein paar Bahnen ziehen. Gleich mehrere Begeisterte warten mit umgeschlungenen Handtüchern darauf, dass sie mit ins Wasser können. Der Jüngste ist drei. „Harrison liebt Wasser vom Tag seiner Geburt an“, sagt seine Mutter stolz. „Und er mag Diana.“ Die Schwimmerin lächelt zurück und passt ihr Tempo an, als der Dreijährige mit Schwimmweste, aber strahlend, neben ihr her paddelt. Die beiden Bahnen sind mit Sicherheit die langsamsten des ersten Tages. Aber mit Sicherheit auch die lustigsten.

dpa

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