Frau wollte Mondgestein für 1,7 Millionen Dollar verkaufen

Los Angeles - Die US-Behörden haben eine Frau festgenommen, die Mondgestein für einen Preis von 1,7 Millionen Dollar (knapp 1,2 Millionen Euro) zum Verkauf angeboten hatte. Warum der Verkauf in den USA strafbar ist:

Da Mondgestein als nationales Eigentum angesehen wird, ist sein Verkauf in den USA verboten. Die grauen Steine, die einst der frühere US-Präsident Richard Nixon an alle US-Staaten sowie an 136 Länder verschenkte, werden für Millionen von Dollar auf dem Schwarzmarkt gehandelt.

Mitarbeiter der US-Raumfahrtbehörde NASA sowie Polizisten nahmen die Frau fest, nachdem sie am Donnerstag einen verdeckten Ermittler der NASA in einem Restaurant in Lake Elsinore, etwa 70 Kilometer südöstlich von Los Angeles, getroffen hatte, teilte das Büros des Sheriffs von Riverside County mit. Der Ermittler hatte sich als Interessent ausgegeben und sich mit der Verkäuferin bereits auf einen Preis geeinigt, als seine Kollegen zugriffen.

“Wir wissen nicht, ob es Mondgestein ist“, sagte der stellvertretende NASA-Generalinspekteur Gail Robinson. Die Behörde will nun untersuchen, ob der von der Frau angebotene Stein wirklich vom Mond stammt. Die Frau wurde nicht in Haft genommen oder angeklagt. Es war unklar, wie sie in Besitz des Steins gekommen ist und wie die NASA auf sie aufmerksam wurde. Bereits seit Monaten hatte die Raumfahrtbehörde die Frau beobachtet.

Insgesamt 2.200 Proben von Mondgestein, Kieseln, Sand und Staub wurden während der Apollo-Missionen von 1969 bis 1972 zur Erde gebracht. Bei einer kürzlichen Untersuchung kam zutage, dass zehn US-Staaten und mehr als 90 Länder heute nicht mehr sagen können, wo ihre Mondsteine geblieben sind.

Robert Jablon (dapd)

Rubriklistenbild: © dpa

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