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Die 46-Jährige ist wegen heimtückischen Mordes angeklagt

Angeklagte schweigt

Frau zerstückelt Schwiegervater mit Knochensäge

Hamburg - Erst soll sie einen alten Mann mit einem Judogriff erwürgt, dann zersägt, später die Leichenteile in einem Erdloch vergraben haben. Eine 46-Jährige steht deswegen in Hamburg vor Gericht.

Bei einem Streit soll eine 46-jährige Frau den Vater ihres Lebensgefährten erwürgt und dann zerstückelt haben. Beim Prozessauftakt wegen Mordes am Landgericht Hamburg hat die Angeklagte am Freitag jedoch geschwiegen. Ihre Mandantin wolle sich zur Tat erst bei einem der nächsten Verhandlungstermine äußern, teilte ihre Verteidigerin am Freitag mit. Die 46-Jährige hatte die Tat zuvor weitgehend gestanden. Laut Anklage soll sie den 85-jährigen Vater ihres Freundes im September vergangenen Jahres mit einem Judogriff so lange gewürgt haben, bis er starb. Anschließend soll sie die Kopf- und Gliedmaßen der Leiche mit einer Knochensäge zerstückelt haben.

Wenige Wochen später entdeckte ein Hobbyfotograf im Naturschutzgebiet Höltigbaum - im Nordosten Hamburgs - den abgetrennten Arm des Opfers. Wenig später stieß ein Kriminalpolizist auf weitere Körperteile, die in einem Erdloch grob verscharrt waren.

Auslöser für das tödliche Drama soll ein Streit im Haus des 85-Jährigen gewesen sein, hieß es in der Anklageschrift. Demnach soll der Mann während der Auseinandersetzung vor der Angeklagten die Treppe hinaufgeflüchtet, gestürzt und von ihr attackiert worden sein.

Unklar blieb zunächst die Rolle anderer Familienangehöriger. So wohnte der Sohn des Getöteten zwar im selben Haus wie sein Vater, meldete ihn aber nicht als vermisst. Mehrere Tage später gab der Schwiegersohn des 85-Jährigen dann eine Vermisstenanzeige auf. Der nächste Verhandlungstermin ist Anfang August.

dpa

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