Meistverkauftes Shampoo

Frauen wenden Pferde-Shampoo bei sich selbst an - und lieben es

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London - Warum kaufen so viele Frauen ein Pferdehaar-Shampoo, obwohl sie gar kein Pferd besitzen? - Sie verwenden es selbst und es wirkt offenbar Wunder. Das steckt hinter "Mane'n Tail".

Dieses Shampoo macht Großbritanniens Frauen verrückt. Man kennt das: Egal was Frau macht, die Haare bekommen Spliss, sind trocken und geschädigt. Sie leiden unter den vielen verschiedenen Frisuren, Glätteeisen, Lockenwicklern und dem Föhn.

Wer hätte es gedacht, Pferden ergeht das ähnlich. Damit das Rosshaar gepflegt werden kann, gibt es spezielle Shampoos für Pferde, die dem Pferdehaar helfen wieder gesund und kräftig zu werden. Eines davon heißt "Mane'n Tail" und wurde vor einigen Jahren von einer Familie aus New Jersey, USA, entwickelt. Ursprünglich für die eigene Pferdefarm.

Was für Pferde gut ist, muss doch auch für Menschen gut sein

Ein paar Pferdebesitzerinnnen haben sich dann aber gedacht, wenn das bei Pferden funktioniert, müsste das bei Menschen doch auch klappen. Eigentlich logisch, oder? Und so kam es, dass mehr und mehr Frauen anfingen, das Shampoo für die eigene Haarpracht zu verwenden. Das Ergebnis: Die Frauen verliebten sich wieder in ihre eigenen Haare, denn die Haarstruktur verbesserte sich offenbar zunehmend. Durch massenhafte Mundpropaganda wurde das Produkt zu einem festen Bestandteil im Badezimmer zahlreicher Britinnen und Amerikanerinnen.

Die Ladenkette Liberty hat das Produkt in ihr Sortiment aufgenommen. Nur kurze Zeit später wurde "Mane'n Tail" zum meistverkauften Shampoo der Kette in London. Inzwischen hat auch die Kette Urban Outfitters das Shampoo im Angebot, berichtet die britische Daily Mail. Auf der Rückseite der Verpackung sind sogar schon die Nutzerhinweise geändert worden: Einmal gibt es die Anwendungsanleitung für das Pferd und darunter die Gebrauchsanweisung für den Menschen.

Was steckt hinter diesem Shampoo?

Auf der Website von "Mane'n Tail" wirbt das Unternehmen nun auch offiziell für die Verwendung des Shampoos bei Frauen. Die Produkte werden unter anderem in der Show von US-Moderatorin Ellen DeGenres verwendet und beworben. Doch was steckt dahinter? Wie die Daily Mail schreibt, handelt es sich bei dem Shampoo um ein gewöhnliches Haar-Shampoo, lediglich die Konzentration der Wirkstoffe ist um ein Vielfaches höher als bei gewöhnlichen Pflegeprodukten.

Damit sich die Männer nicht benachteiligt fühlen, gibt es auch ein Produkt für rissige Fingernägel und trockene Hände. Das Produkt heißt "Hoofmaker" und ist eigentlich für die Hufpflege bei Pferden gedacht. Was für Pferde gut ist, ist offenbar auch gut für den Menschen. Überlassen bleibt es aber jedem selbst, ob er oder sie sich Hilfe bei Pferde-Kosmetika holen will. Der Duft des Shampoos ist nämlich nicht gerade der Renner. Aber wie heißt es immer: Wer schön sein will, muss leiden?

No-Shampoo Experiment

mt

Rubriklistenbild: © Screenshot/manentail.com

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