Unter Polizeischutz

Freilassung von Sexualmörder spaltet Polen

Rzeszow - Die Freilassung eines verurteilten Sexualmörders hat in Polen eine emotional geführte Diskussion über den Umgang mit möglicherweise rückfallgefährdeten Tätern geführt.

Ein wegen des Missbrauchs und der Ermordung von vier Jungen zu 25 Jahren Haft verurteilter Mörder wurde am Dienstag aus dem Gefängnis entlassen. Nach Angaben von Innenminister Bartlomiej Sienkiewicz wird der Mann unter Polizeischutz gestellt, nachdem es Drohungen gegen den 51-Jährigen gab. Den Tag über hatte stundenlang Unklarheit geherrscht, ob der Häftling bereits auf freiem Fuß war. Erst am Abend gab die Gefängnisleitung bekannt, dass er sich nicht mehr in Haft befinde.

Das zuständige Gericht im südostpolnischen Rzeszow muss nun über einen Antrag auf eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik entscheiden. Die Richter wollen aber zunächst am 3. März Experten and Ermittler anhören. Umfragen zufolge spricht sich eine Mehrheit der Polen gegen die Freilassung des Mannes aus und fordert, ihn zum Schutz der Gesellschaft in Sicherheitsverwahrung zu geben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Immer mehr Drohnen-Vorfälle an Flughäfen
Wenn eine Drohne in ein Triebwerk gerät, drohen tödliche Unfälle. Bislang gab es noch kein solches Unglück. Aber die Gefahr steigt.
Immer mehr Drohnen-Vorfälle an Flughäfen
Streit um Hitler-Glocke: Aussagen haben keine rechtliche Folgen
Umstrittene Äußerungen über die sogenannte Hitler-Glocke von Herxheim am Berg und über den Nationalsozialismus haben für den ehemaligen Bürgermeister des pfälzischen …
Streit um Hitler-Glocke: Aussagen haben keine rechtliche Folgen
Hurrikan „Maria“ hat Puerto Rico erreicht
Der Hurrikan „Maria“ hat Puerto Rico erreicht. Nach der Zurückstufung auf Stufe vier ist das Auge des Hurrikans nahe der Stadt Yabuoca auf die Insel getroffen.
Hurrikan „Maria“ hat Puerto Rico erreicht
Mann verwechselt Post mit Polizeirevier
Für Gelächter hat am Mittwoch ein Mann in Pforzheim gesorgt. Er wollte sein Paket in einem Polizeirevier abgeben.
Mann verwechselt Post mit Polizeirevier

Kommentare