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Die Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen den Brand des Freizeitbads "Wananas".

Freizeitbad in Herne eingestürzt

Herne/Bochum - In Herne ist in der Nacht zum Donnerstag das Freizeitbad "Wananas" nach einem Brand eingestürzt. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt.

Das beliebte Freizeitbad “Wananas“ in Herne ist bis auf die Grundmauern abgebrannt. Verletzt wurde niemand, der Schaden beträgt mehrere Millionen Euro. “Ein herber Verlust für die Stadt, für den wir Ersatz schaffen möchten“, sagte Stadtsprecherin Silke Bender am Donnerstag. 200 000 Menschen hatten das Bad im Stadtteil Wanne-Eickel jährlich benutzt, unter ihnen vielen Familien. 43 Bad-Mitarbeiter muss die Stadt nach dem Feuer in der Nacht zum Donnerstag zunächst in Urlaub oder zum Überstundenabbau schicken. Sie sollen später auf andere Bäder verteilt werden.

Ein Notruf sei um 1.44 Uhr eingegangen. Zu diesem Zeitpunkt habe das Gebäude wohl schon ein bis zwei Stunden gebrannt, sagte der Einsatzleiter Uwe Windener von der Berufsfeuerwehr. Die Einsatzkräfte hätten keine Chance gehabt, das Gebäude zu retten und sich deshalb auf die Kühlung und Sicherung des etwas außerhalb gelegenen Raumes für die Schwimmbadreinigung mit Chlorgas konzentriert. “Das ist geglückt, sonst hätten wir ein Riesenproblem bekommen“, sagte Windener. Chlorgas sei nicht entwichen, die Flaschen sollten im Laufe des Donnerstags von einer Spezialfirma abgeholt werden.

Gegen 7 Uhr morgens war der Brand unter Kontrolle, bis weit in den Nachmittag hinein gab es aber immer wieder Brandnester. Vor allem das Holzdach des Bades hatte in hellen Flammen gestanden und war dann eingestürzt. Die Kriminalpolizei soll untersuchen, ob Brandstiftung vorlag. Das 1994 gebaute Schwimmbad mit 50-Meter-Rutsche, Wasserfall und eigenem Kleinkinderbecken ist versichert. Der Zeitwert betrage 3,5 Millionen Euro, sagte die Stadtsprecherin. Ein Neubau koste aber nach Expertenschätzungen 8 bis 10 Millionen Euro.

dpa

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