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Hinter Zeitungen verstecken sich die Angeklagten im Prozess um die Tötung von Jonny K. am Landgericht in Berlin.

Hauptzeuge identifiziert mehrere Angeklagte

Freund von Jonny K. macht sich Vorwürfe

Berlin - Der Tod von Jonny K. erschütterte die Deutschen. Auch ein Freund des jungen Berliners wurde bei der Prügelattacke schwer verletzt. Noch immer macht sich der 29-Jährige Vorwürfe.

Auch in der Neuauflage des Prozesses um die Prügelattacke auf Jonny K. hat der Hauptzeuge den Angeklagten Onur U. als Verursacher der Prügelei genannt. „Er war am aggressivsten, er schlug als Erster zu“, erinnerte sich der 29-Jährige am Montag vor dem Berliner Landgericht. Erstmals identifizierte der Lebensgefährte von Jonny K.s Schwester weitere Angeklagte, die bei der Schlägerei dabei gewesen sein sollen.

Der Zeuge und Lebensgefährte von Tina K. wurde selbst schwer im Gesicht verletzt. Der 29-Jährige macht sich bis heute Vorwürfe: Jonny sei wie sein kleiner Bruder, sagte der Berliner. Den müsse man doch beschützen. „Ich sehe sein Gesicht jeden Tag“, schilderte der Mann seine Gefühle. Er könne keine Party besuchen, er könne es nicht ertragen, ohne Jonny zu feiern.

Nach der Prügelattacke in der Nacht zum 14. Oktober 2012 am Berliner Alexanderplatz war der 20-jährige Jonny K. an Gehirnblutungen verstorben. Die sechs Angeklagten haben Schläge und Tritte gestanden, aber eine Verantwortung am Tode des Berliners zurückgewiesen. Der frühere Boxer Onur K. betonte: „Ich möchte ganz deutlich sagen, dass ich mit dem Tod von Jonny nichts zu tun hatte.“

Bilder: Berlin trauert um Jonny K.

Bilder: Berlin trauert um Jonny K.

Onur U. soll laut Anklage den Angriff provoziert haben, als er einem betrunkenen Freund von Jonny K. einen Stuhl wegzog. Im ersten Prozess, der wegen eines befangenen Schöffen vor einer Woche geplatzt war, hatte der Zeuge nur Onur U. konkret belastet.

Nun erkannte der Zeuge nach eigenen Angaben alle Angeklagten bis auf einen 19-Jährigen. „Ich kann aber nicht sagen, dass alle getroffen haben“, erklärte Tina K.s Freund. Er habe auch nicht gesehen, welcher Schlag zum entscheidenden Sturz von Jonny führte. Vor der Polizei hatte der Zeuge auf Fotos überhaupt niemanden wiedererkannt. „Ich war so durcheinander“, lautete die Begründung des 29-Jährigen.

dpa

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