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Der Angeklagte hat seine Taten gestanden.

Angeklagter gesteht

Freundin mit heißem Öl übergossen und vergewaltigt

Düsseldorf - Über zwei Tage zog sich das Martyrium einer 28-Jährigen in Düsseldorf hin. Ihr Verlobter, zugedröhnt mit Alkohol und Kokain, soll die junge Frau gefoltert und entstellt haben - jetzt steht er vor Gericht.

Ein 35-jähriger Mann aus Düsseldorf hat gestanden, seine Verlobte vergewaltigt und gefoltert zu haben. „Ich war sauer, ich wollte sie bestrafen“, sagte der Angeklagte am Mittwoch beim Prozessauftakt vor dem Düsseldorfer Landgericht. Seine Ex-Freundin sei mehrfach fremdgegangen, behauptete er. Das Martyrium der Frau zog sich über zwei Tage hin. „So etwas habe ich überhaupt noch nie in einer Akte gelesen“, sagte der Vorsitzende Richter Jörg Schmidt.

Laut Anklage soll der Mann seine Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung gefesselt und geknebelt haben. Mit einem Messer habe er ihr dann Schnitt- und Stichverletzungen am ganzen Körper zugefügt, sie mit Kabeln geschlagen und gebissen sowie ihr Verbrennungen zugefügt.

Er habe enorme Mengen Alkohol und Kokain vor der Tat konsumiert, hinzu sei der Schlafentzug gekommen, sagte der Angeklagte am Mittwoch. Außerdem leide er unter Depressionen, sei deswegen auch arbeitsunfähig. Er sitze aber zu Recht im Gefängnis und hoffe nun auf eine Therapie.

Angeklagter ist mehrmals vorbestraft

Nach der Tat hatte er die Feuerwehr darüber informiert, dass die Frau sterbend in der gemeinsamen Wohnung liege. Rettungskräfte fanden sie daraufhin und retteten ihr das Leben. 45 Prozent ihrer Körperoberfläche waren verbrannt. Angeklagt ist der 35-Jährige nun wegen schwerer Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung. Ihm drohen bis zu 15 Jahre Haft.

Er ist mehrmals vorbestraft: Bereits 2010 hatte er seiner Freundin Verbrennungen zugefügt. Sie sei bei ihm geblieben, weil er ihr versprochen habe, dass sich so etwas nie wiederholen werde, sagte das Opfer am Mittwoch aus. Sie müsse sich noch mehreren Operationen im Gesicht unterziehen, berichtete die 28-Jährige. Während der zwei Tage habe ihr Ex-Freund kaum gesprochen. Noch über ein Jahr lang werde sie wegen der Narbenbildung einen Ganzkörper-Kompressionsanzug tragen müssen.

Von seinen Depressionen habe sie nicht viel mitbekommen. Er habe zwar mal ein Anti-Depressivum verschrieben bekommen, das Medikament aber nicht eingenommen.

dpa

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