Diese Szene machte Godfrey Coutto zum Internet-Helden.

Lob für menschliche Wärme

Freundliche Geste macht Studenten zum Internet-Helden

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Hamilton - Was Godfrey Coutto getan hat, kann jeder tun. Der entscheidende Unterschied ist: Die meisten schrecken davor zurück, er nicht. Dafür wird der Student aus Kanada jetzt im Internet gefeiert.

Eine Fahrt in einem proppenvollen Bus ist für niemand angenehm. Fremde Menschen rücken einem viel näher auf die Pelle, als einem das lieb ist, doch man ist machtlos gegen das Eindringen in die eigene Wohlfühlzone. Manch einer wird da schon mal ruppig, wenn der unerwünschte Kontakt zu eng wird.

Unerwünscht war eigentlich auch der Kontakt, den ein fremder Mann zu Godfrey Coutto suchte. Der Student aus dem kanadischen Hamilton fuhr Anfang vergangener Woche in einem überfüllten Bus abends nach Hause, als ein Unbekannter auf der Sitzbank neben ihm plötzlich seine Hand ergriff. Etwas irritiert schüttelte Coutto die Hand des Fremden. "Aber dann hat er sie nicht mehr losgelassen", erzählt der 21-Jährige der kanadischen Ausgabe der Huffington Post.

"Zuerst dachte ich, dass mich jemand auf den Arm nehmen will, aber dann habe ich gemerkt, dass der Mann einfach nur Trost brauchte." Also ließ Coutto, der erkannte, dass der Fremde behindert ist, ihn gewähren. "Er machte einen netten Eindruck, da wollte ich ihn nicht enttäuschen", erklärte Coutto dem US-Sender ABC News.

Dem Mann tat die freundliche Geste sichtlich wohl: Voll Dankbarkeit schmiegte er sich an den Studenten, umarmte ihn, küsste sogar seine Hände während der halbstündigen Fahrt bis zur Endstation.

"Manchmal muss man einfach selbstlos sein"

Ein Fahrgast beobachtete die rührende Szene, fotografierte sie und stellte sie online, wo sie in kürzester Zeit viral ging: Coutto wurde mit seiner menschlichen Wärme zum Internet-Helden. "Es versüßt mir den Tag, wenn ich so etwas sehe", kommentierte eine Facebook-Seite aus Hamilton den Schnappschuss, der zehntausendfach geteilt und über 13.000 Mal geliket wurde.

Über Facebook kontaktierte schließlich ein Familienangehöriger des Unbekannten Coutto, um sich zu bedanken. Wie sich herausstellte heißt der Mann Robert und hat Zerebralparese, eine Bewegungsstörung aufgrund einer Hirnschädigung. Außerdem ist Robert taub.

Coutto genießt das viele Lob, das er bekommt, dennoch gibt er sich ganz bescheiden: "Manchmal muss man einfach selbstlos sein und die Bedürfnisse eines anderen Menschen über seine eigenen stellen", sagte er in einem Interview mit dem örtlichen Radiosender Kiss 92.5. Jetzt hofft er, dass seine Tat andere Menschen inspiriert.

Dass er sich so vorbildlich verhielt, führt er im Übrigen auf seine Mutter zurück: "Eine Königin hat mich großgezogen."  

hn

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