Frühchen in Bielefeld mit ESBL-Keimen

Bielefeld - In einer Bielefelder Frühgeborenen-Intensivklinik ist bei zwei Säuglingen der gefährliche Darmkeim ESBL nachgewiesen worden.

Die beiden Frühchen hätten aber keine Infektion bekommen, teilte das Evangelische Krankenhaus Bielefeld am Freitag mit. Auch der Online-Dienst der in Bielefeld erscheinenden “Neuen Westfälischen“ hatte berichtet. In der Intensivklinik werden den Angaben zufolge alle Kinder auf gefährliche Keime untersucht.

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Frühchen-Tod gibt Rätsel auf

Die Frühgeborenen sind allerdings erst wenig entwickelt und entsprechend schwach, heißt es in der Mitteilung weiter. Die beiden Kinder seien isoliert und würden besonders therapiert und hygienisch betreut. Eines der beiden Kinder ist bereits auf dem Weg der Besserung und könne voraussichtlich schon in den nächsten Tagen aus der Klinik entlassen werden.

Unterschiedliche ESBL-Keime gefunden

Bei den beiden Frühgeborenen seien unterschiedliche ESBL-Keime gefunden worden. Es könne von Einzelfällen gesprochen werden, die in keiner Beziehung zueinander stünden. “Es hat also keine Übertragung in der Kinderklinik Bethel gegeben“, betonte das Krankenhaus. Eines des Kinder sei in der Geburtsklinik Bethel zur Welt gekommen, das andere sei im Alter von vier Wochen von außerhalb auf die Intensivstation verlegt worden.

In Bremen waren zuvor zwei Babys an einer Blutvergiftung gestorben. Bei ihnen wurden ESBL-bildende Bakterien der Gattung Klebsiella nachgewiesen, die gegen Antibiotika resistent sind. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob ihr Tod im Zusammenhang mit den Erregern steht. Die Frühchenstation wurde geschlossen.

dpa

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