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Anlässlich des 5. Jahrestages des Loveparade-Unglücks wurde die Gedenkstätte im Karl-Lehr-Tunnel durch eine neue Gedenkplatte fertiggestellt. Sie trägt die Aufschrift "Liebe hört niemals auf".

Jahrestag am Freitag

Fünf Jahre nach Loveparade-Katastrophe bleiben Fragen

Duisburg - Das wird eine traurige Woche für Duisburg. Am 24. Juli vor fünf Jahren starben dort bei der Loveparade 21 Menschen. Der Tag des Gedenkens macht auch deutlich: Viele Fragen zum Unglück sind nach wie vor offen.

In Duisburg wird in den kommenden Tagen den Opfern der Loveparade-Katastrophe gedacht. Am Freitag (24. Juli) vor fünf Jahren starben bei einer Massenpanik am Festgelände 21 Menschen, mehr als 500 wurden verletzt. Am Vorabend des Jahrestages (23. Juli) versammeln sich Angehörige und Opfer zur „Nacht der 1000 Lichter“ an der Rampe neben dem Tunnel mit der verhängnisvollen Engstelle. Initiator ist Jörn Teich, der Vorsitzende der „Betroffenen Initiative LoPa 2010 e.V.“. Es soll ein stiller Abend werden, jedoch mit vielen Gelegenheiten für Gespräche, kündigte er an.

Am Jahrestag selbst plant die Stadt Duisburg eine öffentliche Gedenkfeier am östlichen Tunnelausgang. Dort erinnert ein Denkmal an die Opfer. Geplant ist unter anderem, dass die Künstlerin Mila Langbehn zusammen mit über einem Dutzend Helfern ein großes Mandala aus Blüten auslegt. Musik soll es vom Jungen Ensemble Ruhr und der Gruppe „Trionova“ geben.

Auch fünf Jahre nach der Katastrophe sind viele Fragen zum Unglück ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft klagte im Februar 2014 zehn Mitarbeiter der Stadt und des Veranstalters an - aber noch ist ungewiss, ob sie je vor Gericht stehen werden. Die Anklageschrift beruft sich vor allem auf die Erkenntnisse des Experten für Bewegungen von Menschenmassen, Keith Still. Er hatte vor kurzem ein nachgebessertes Gutachten vorgelegt. Still sieht in dem von der Stadt genehmigten Konzept nach wie vor „grundlegende Fehler“.

dpa

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