Schwerverletzte nach Lagerfeuerbrand in Jugendcamp

Kirchlinteln - Ein Jugendcamp in Niedersachsen endete in einer Brandkatastrophe. Die Jugendlichen wollten eigentlich nur gemütlich am Lagerfeuer sitzen. Dann kam es zu einer plötzlichen Verpuffung.

Ein 26-jähriger Betreuer hatte am Freitagabend in dem Lager in Kirchlinteln (Kreis Verden) versucht, die Restglut eines Lagerfeuer mit einem Brandbeschleuniger neu zu entfachen, wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte. Dadurch sei es zu einer Verpuffung gekommen. Flammen erfassten die am Feuer sitzenden jungen Leute. Fünf von ihnen - vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 16 und 26 Jahren - wurden so schwer verletzt, dass sie in Spezialkrankenhäuser gebracht wurden.

Drei der Opfer erlitten Brandverletzungen am ganzen Körper, sagte der Polizeisprecher. Die beiden anderen wurden schwer an den Händen verletzt, weil sie versuchten, die brennende Kleidung ihrer Freunde zu löschen. Ein 19-Jähriger trug so schwere Verbrennungen davon, dass er in ein künstliches Koma versetzt werden musste.

Das abendliche Lagerfeuer gehörte zum Programm des Camps, das sich für ein paar Tage auf dem Gelände des Pfadfinderheimes Kirchlinteln zusammengefunden hatte. Es seien mehr als 300 junge Leute aus Niedersachsen dort versammelt gewesen, sagte der Polizeisprecher. “Viele wurden Zeugen des Unglücks wurden oder leisteten Erste Hilfe, sie mussten seelsorgerisch betreut werden“, sagte der Polizeisprecher weiter. Einige erlitten einen Schock. Viele seien noch in der Nacht abgereist. Der 26-jährige Betreuer blieb unverletzt. Gegen ihn wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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