Die Buschbrände in Australien wüten weiter. Ein Hubschrauber wirft Löschwasser auf ein Feuer in der Nähe von Bumbalong, südlich der Hauptstadt Canberra, ab. Foto: Rick Rycroft/AP/dpa
1 von 9
Die Buschbrände in Australien wüten weiter. Ein Hubschrauber wirft Löschwasser auf ein Feuer in der Nähe von Bumbalong, südlich der Hauptstadt Canberra, ab. Foto: Rick Rycroft/AP/dpa
Feuerwehrmänner löschen in der Nähe von Michelago, New South Wales, einen Buschbrand. Foto: Rick Rycroft/AP/dpa
2 von 9
Feuerwehrmänner löschen in der Nähe von Michelago, New South Wales, einen Buschbrand. Foto: Rick Rycroft/AP/dpa
Wegen eines riesigen Feuers haben die Behörden für die Hauptstadt-Region den Notstand ausgerufen. Foto: Changchang/XinHua/dpa
3 von 9
Wegen eines riesigen Feuers haben die Behörden für die Hauptstadt-Region den Notstand ausgerufen. Foto: Changchang/XinHua/dpa
Ein Buschfeuer im Orroral Valley südöich von Canberra. Foto: Chu Chen/Xinhua/dpa
4 von 9
Ein Buschfeuer im Orroral Valley südöich von Canberra. Foto: Chu Chen/Xinhua/dpa
Die Buschfeuer im Orroral Valley südlich von Canberra leuchten in der Dunkelheit in den Hügeln. Foto: Liu Changchang/XinHua/dpa
5 von 9
Die Buschfeuer im Orroral Valley südlich von Canberra leuchten in der Dunkelheit in den Hügeln. Foto: Liu Changchang/XinHua/dpa
Die verheerenden Buschbrände setzen nicht nur den Menschen schwer zu, sondern auch den Tieren. Foto: Rick Rycroft/AP/dpa
6 von 9
Die verheerenden Buschbrände setzen nicht nur den Menschen schwer zu, sondern auch den Tieren. Foto: Rick Rycroft/AP/dpa
Koala Ian ist einer von 20 Beutelsäugern, die in der Australischen Nationaluniversität in Canberra untergekommen sind. Foto: Subel Bhandari/dpa
7 von 9
Koala Ian ist einer von 20 Beutelsäugern, die in der Australischen Nationaluniversität in Canberra untergekommen sind. Foto: Subel Bhandari/dpa
Die Deutsche Anna Bertuleit kümmert sich als freiwillige Pflegerin um die Koalas. Foto: Subel Bhandari/dpa
8 von 9
Die Deutsche Anna Bertuleit kümmert sich als freiwillige Pflegerin um die Koalas. Foto: Subel Bhandari/dpa

Menschen und Tiere in Gefahr

Buschfeuer wüten um Australiens Hauptstadt Canberra

Canberra (dpa) - Schwere Buschfeuer bedrohen weiter die australische Hauptstadt Canberra. Das sogenannte Orroral-Valley-Feuer rückte am Samstag den südlichen Vororten gefährlich nahe.

"Das Feuer wächst, es kann unvorhersehbar werden", warnte der Regierungschef des Hauptstadtterritoriums, Andrew Barr. Die Beauftragte für den Katastrophenschutz, Georgeina Whelan, sagte, dass die Brände ihrerseits die Wetterverhältnisse beeinflussten. Sie warnte, dass Autofahren in der Gegend extrem gefährlich sei.

In der Hauptstadt-Region hatten die Behörden am Freitag den Notstand ausgerufen. Die Flammen haben dort schon 35.000 Hektar Land vernichtet, das entspricht knapp der Hälfte der Fläche Hamburgs. In Canberra und Umgebung, wo jetzt Sommer ist, ist es um die 42 Grad heiß und obendrein windig, was die Lage noch verschlimmert. Im Bundesstaat New South Wales, der das Hauptstadtterritorium auf allen Seiten umschließt, brennen derzeit mehr als 60 Feuer.

Insgesamt sind bei den Bränden in Australien seit September schon mehr als 12 Millionen Hektar Land (120.000 Quadratkilometer) verwüstet worden, etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands. Mindestens 33 Menschen kamen ums Leben.

Starke Regenfälle wurden am Samstag aus dem südlichen Bundesstaat Victoria mit der Hauptstadt Melbourne gemeldet. Es regnete allerdings nur im Westen und Süden Victorias, während es im Osten weiter brannte. "Wenn es ums Wetter geht, ist das wirklich eine Erzählung von zwei Staaten", sagte Victorias Katastrophenschutzbeauftragter Andrew Crisp.

Die Buschbrände setzen aber nicht nur den Menschen zu, sondern auch den Tieren. Besonders heftig betroffen sind Koalas und müssen womöglich in Teilen des Landes als "gefährdet" eingestuft werden, wie Umweltministerin Sussan Ley sagte.

20 der Beutelsäuger, die den verheerenden Bränden mit knapper Not entronnen sind, haben jetzt in einem Gebäude der Australischen Nationaluniversität in der Hauptstadt Canberra ein Zuhause gefunden. Die Wissenschaftler dort sprechen von einem "Fünf-Sterne-Koala-Hotel". Denn die possierlichen Beuteltiere werden bestens versorgt: Sie bekommen ihre Lieblingsspeise Eukalyptus in rauen Mengen, Wasser und warme Decken, auf denen sie schlafen.

Acht der Koalas stammen aus dem Tidbinbilla Naturschutzgebiet nahe Canberra und zwölf aus dem rund 100 Kilometer entfernten Two Thumbs Wildlife Sanctuary und Umgebung, einem bekannten Koala-Lebensraum. James Fitzgerald, Eigentümer von Two Thumbs, berichtet, dass er schon einmal Tiere aus dem Reservat gerettet und zurückgebracht habe, als die Gefahr vorbei schien. Doch die Flammen kehrten wieder und töteten tausende Tiere. Unter ihnen war auch das Koala-Weibchen Greta, benannt nach der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg. "Es war eine der wenigen wachsenden Koala-Populationen, das ist einfach fürchterlich", sagt die Ökologin Karen Marsh.

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Thomas Schäfer ist tot – Sein Leben in Bildern
Thomas Schäfer hatte eine bewegte Politkarriere - und galt als Thronfolger von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier.
Thomas Schäfer ist tot – Sein Leben in Bildern
Nach Bluttat in Göttingen: Mordprozess hat begonnen
Im September 2019 tötete Frank N. in Göttingen eine Frau auf offener Straße und hat und eine zweite tödlich verletzt. Der Mordprozess vor dem Landgericht in Göttingen …
Nach Bluttat in Göttingen: Mordprozess hat begonnen
Kundenandrang bei Aldi wegen Desinfektionsmittel-Aktion
Eigentlich war nur eine kleine Verkaufsaktion zu Beginn der Urlaubssaison geplant. Doch durch das Coronavirus waren die Desinfektionsmittel plötzlich hoch begehrt - und …
Kundenandrang bei Aldi wegen Desinfektionsmittel-Aktion
Über 1000 Corona-Infektionen in Deutschland
In der Fußball-Bundesliga sind Geisterspiele im Gespräch. Die Börsen sacken ab. Der Weltärztebund sieht Deutschland aber gut aufgestellt im Kampf gegen das Coronavirus.
Über 1000 Corona-Infektionen in Deutschland