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Fünf jungen Männern ist es gelungen, aus dem Maßregelvollzug im niedersächsischen Brauel auszubrechen. Foto: Carmen Jaspersen

Fünf Straftäter aus Maßregelvollzug geflüchtet

Brauel/Hannover (dpa) - Fünf Straftäter sind aus dem Maßregelvollzug im niedersächsischen Brauel bei Rotenburg ausgebrochen.

Den fünf jungen Männern im Alter von 22 bis 28 Jahren gelang es am frühen Morgen, drei Vollzugsangestellte zu überwältigen, wie die Polizei mitteilt. Ein Angestellter wurde demnach verletzt und kam vorübergehend ins Krankenhaus. Bei der Attacke nahmen die Straftäter dem Personal die Schlüssel ab. Anschließend entkamen sie durch ein Tor an der Rückseite des Maßregelvollzugs-Zentrums.

Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein, auch ein Hubschrauber suchte nach den Männern. Die Polizei warnt Verkehrsteilnehmer in der Region davor, Anhalter mitzunehmen. Die fünf jungen Männer gelten als gefährlich, der Polizei zufolge kommen sie aus dem Drogenmilieu. "Über ihre Fluchtrichtung und die Motive wissen wir zurzeit nichts", sagte ein Polizeisprecher.

Im Maßregelvollzug werden psychisch kranke oder suchtkranke Menschen untergebracht, die schwere Straftaten verübt haben. Weil sie von einem Gericht aber nur als eingeschränkt oder gar nicht schuldfähig eingestuft wurden, kommen sie nicht in ein Gefängnis, sondern in den Maßregelvollzug. Ziel der Unterbringung ist es, die Allgemeinheit zu schützen. Außerdem sollen die Patienten so weit therapiert werden, dass sie nicht mehr gefährlich sind.

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