20 Verdächtige festgenommen

Fünf Tonnen Drogen beschlagnahmt

Quito - Bei einem Einsatz gegen ein internationales Drogenhändler-Netzwerk sind in Ecuador fünf Tonnen Kokain beschlagnahmt und 20 Verdächtige festgenommen worden.

Die auf einem unter panamaischer Flagge fahrenden Schiff versteckte Ladung sollte in die USA und nach Europa gebracht werden, teilte das Innenministerium in Quito am Freitag mit. An dem Einsatz seien die Polizei von Ecuador sowie ausländische Drogenfahnder beteiligt gewesen.

Den Angaben zufolge entdeckten die Ermittler am Donnerstag auf dem Frachter "Kraken I" 5070 Kokain-Pakete mit einem Gesamtgewicht von 5,53 Tonnen. Die Dealer-Bande sei von einem Spanier und einem Kolumbianer angeführt worden, die von verschiedenen amerikanischen und europäischen Staaten aus agiert hätten. Das Schiff mit der illegalen Ladung sollte von der Provinz Santa Elena im Südwesten Ecuadors nach Panama fahren und dann weiter nach Spanien. Als Vorwand für die Reise nach Europa sollte eine angebliche Überholung des Schiffs dienen.

Unter den Festgenommenen ist der spanische Anführer der Bande. Die anderen Mitglieder stammen aus Panama, Kolumbien, Kuba, Peru, Venezuela, Honduras sowie Saudi-Arabien.

Im vergangenen Jahr hatten die ecuadorianischen Behörden eine Rekordmenge von 110,4 Tonnen Drogen gefunden und hundert Banden zerschlagen. Während der Drogenanbau in Ecuador keine Rolle spielt, ist der südamerikanische Staat ein wichtiges Transitland für den Rauschgifthandel. Das benachbarte Kolumbien ist mit einer Anbaufläche von 96.000 Hektar der größte Koka-Produzent der Welt. Koka-Blätter sind der Grundstoff für Kokain.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sturz in die Tiefe: Deutscher Ski-Fahrer in französischen Alpen tödlich verunglückt
Ein deutscher Skifahrer ist in den französischen Alpen tödlich verunglückt.
Sturz in die Tiefe: Deutscher Ski-Fahrer in französischen Alpen tödlich verunglückt
Was anfällig für Fake News macht
Manchmal scheint es kaum zu fassen: Das ist doch so offensichtlich falsch, warum glauben so viele Menschen das? US-Psychologen haben eine Theorie dazu entwickelt, was …
Was anfällig für Fake News macht
Bewertungsportal Jameda muss Daten einer Ärztin löschen
Eine Kölner Ärztin will raus aus dem Ärztebewertungsportal Jameda und siegt vor dem Bundesgerichtshof auf ganzer Linie. Ihr Profil muss entfernt werden - und Jameda sein …
Bewertungsportal Jameda muss Daten einer Ärztin löschen
Viele Hass-Kommentare von wenig Nutzern
Haben Nutzer von sozialen Medien wie Facebook einen Hang zum Hass? Nein, sagt eine neue Studie. Hinter Posts, die andere beleidigen, herabwürdigen oder beschimpfen, …
Viele Hass-Kommentare von wenig Nutzern

Kommentare