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Fünf Tote bei neuer Gewalt im Gazastreifen

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- Gaza/Damaskus/Kairo - Bei den heftigsten Kämpfen seit dem Tod des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat vor fast einem Monat sind am Dienstag im Gazastreifen fünf Menschen getötet worden. Ein israelischer Soldat erlitt tödliche Verletzungen, als ein Sprengsatz östlich der Stadt Gaza neben einer Militärpatrouille explodierte, wie eine Armeesprecherin bestätigte. Vier weitere Soldaten seien verwundet worden. In den Stunden darauf kam es in der Umgebung zu heftigen Gefechten der Armee mit militanten Palästinensern, bei denen vier von ihnen getötet wurden.

Zu dem Sprengstoffanschlag auf den Armeetrupp, der in der Nähe des zwischen Israel und dem Gazastreifen gelegenen Grenzübergang Karni nach einem Tunnel zum Waffenschmuggel suchte, bekannte sich die radikal-islamische Hamas-Bewegung. Die Soldaten wurden nach Angaben der Armee auch mit Panzerabwehrraketen beschossen. Bei einem anschließenden Feuergefecht kamen nach Angaben beider Seiten zwei Palästinenser ums Leben. Wenig später tötete die israelische Luftwaffe im nördlichen Gazastreifen zwei bewaffnete Palästinenser bei einem Raketenangriff.

Die Palästinenserführung führte unterdessen am Dienstag in Syrien weiter Gespräche über die Bemühungen zur Wiederbelebung des Friedensprozesses in Nahost nach Arafats Tod. PLO-Chef Mahmud Abbas und Ministerpräsident Ahmed Kureia trafen den syrischen Ministerpräsidenten Mohammed Nadschi Otari sowie Mitglieder der radikalen Volksfront zur Befreiung Palästina (PFLP).

Ägypten sprach sich am Dienstag für die Einberufung einer NahostFriedenskonferenz in Washington im Juli 2005 aus. Zu Vorschlägen der ägyptischen Führung über einen umfassenden Frieden zwischen Israel und den Palästinensern gehört neben dem geplanten Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen auch die Stationierung von 800 ägyptischen Soldaten zur Sicherung der Grenze zum Gazastreifen.

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