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Umweltschützer und Behördenvertreter in Ghana rätseln derzeit über die Ursache für ein massives Walsterben. Seit Freitag wurden fünf tote Wale an der Küste des westafrikanischen Landes angeschwemmt.

Woran verenden die Tiere?

Rätsel um massives Walsterben

Accra - Umweltschützer und Behördenvertreter in Ghana rätseln derzeit über die Ursache für ein massives Walsterben. Seit Freitag wurden fünf tote Wale an der Küste des westafrikanischen Landes angeschwemmt.

Das sagte Emmanuel Ohene Marfo, ein Vertreter der Fischereikommission, am Donnerstag. Die Kommission werde ein Team einsetzen, um die Ursachen zu untersuchen.

Zu Spekulationen, die Ölförderung vor der Küste Ghanas sei für den Tod der Meeressäuger verantwortlich, sagten sowohl die Fischereikommission als auch Umweltschützer, dafür gebe es keine Beweise. Nach Angaben der Umweltorganisation Friends of the Nation starben seit 2009 16 Wale in ghanaischen Gewässern. Das sei eine ungewöhnlich große Zahl. Die Organisation forderte eine offizielle Untersuchung.

Ghana hat im Dezember 2010 mit der Ölförderung im Atlantischen Ozean begonnen. Der Vorsitzende von Friends of the Nation, Donkris Movuta erklärte, dieses zeitliche Zusammenspiel mit dem Walsterben könne "ein Zufall" sein. "Es kann alles in der Meereswelt sein", sagte er. Die Frage sei auch, warum die Kadaver nicht auf den Meeresgrund sänken, sondern an Land gespült würden.

Im 50 Kilometer von der Hauptstadt Accra entfernten Urlaubsort Kokrobite wurde ein teilweise zersetzter Walkadaver zur Attraktion. Anwohner trennten dem Tier nach einer örtlichen Tradition den Kopf ab - und ließen sich von Touristen seine Besichtigung bezahlen. Einige Spaziergänger ließen sich auf dem in der Brandung liegenden Körper des toten Wals fotografieren.

afp

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