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Bei dem Brand in der Flüchtlingsunterkunft sind fünf Bewohner verletzt worden. Foto: Sven-Sebastian Sajak

Nicht mehr bewohnbar

Feuer in Flüchtlingsunterkunft: fünf Bewohner verletzt

Bad Homburg - Die Flammen schlagen meterhoch aus dem Fenster, die Feuerwehr rettet mehrere Menschen aus einem Flüchtlingsheim. Die Polizei geht davon aus, dass ein Bewohner den Brand verursacht hat.

Dramatische Szenen haben sich bei einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft im hessischen Bad Homburg abgespielt. Mit Leitern und einem Sprungkissen rettete die Feuerwehr am späten Sonntagabend die Bewohner des mehrstöckigen Gebäudes.

Ein Mensch verfehlte bei dem Sprung das Kissen und verletzte sich dadurch schwer am Kopf, wie die Polizei mitteilte. Vier weitere Bewohner wurden mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt waren mehr als 80 Menschen in dem Gebäude untergebracht.

Die Polizei nahm einen 20-jährigen Bewohner unter dem Verdacht der Brandstiftung fest und schloss einen fremdenfeindlichen Hintergrund aus. Der Mann habe den Rettungskräften gesagt, er habe in seinem Zimmer eine Matratze in Brand gesteckt. Auch eine weitere Person, die die Rettungsarbeiten gestört und die Anweisungen ignoriert haben soll, wurde laut Polizei in polizeiliches Gewahrsam genommen worden.

Zwischenzeitlich schlugen die Flammen meterhoch aus der Wohnung im ersten Stock, in der der Brand ausgebrochen war. Die Feuerwehr hatte das Feuer nach etwa einer halben Stunde gelöscht.

Die unverletzten Bewohner kamen in eine Notunterkunft. Die Flüchtlingsunterkunft ist zunächst nicht mehr bewohnbar, der Schaden durch das Feuer steht noch nicht fest.

dpa

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