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Ein kleines Mädchen in der Menge der Protestierenden in Indien.

Inderin geht es besser

Fünfjährige vergewaltigt - Zweite Festnahme

Neu Delhi - Nach der Vergewaltigung eines fünf Jahre alten Mädchens in der indischen Hauptstadt Neu Delhi ist am Montag ein weiterer Verdächtiger festgenommen worden.

Ein weiterer Verdächtiger ist in Zusammenhang mit der Vergewaltigung eines fünf Jahre alten Mädchens in der indischen Hauptstadt Neu Delhi am Montag festgenommen worden. Die Polizei habe den 19 Jahre alten Mann im ostindischen Bundesstaat Bihar aufgegriffen, wo auch der erste Verdächtige am Freitag geschnappt wurde, sagte ein Sprecher vor Ort. Unklar blieb zunächst, was dem zweiten Verdächtigen vorgeworfen wird. Delhis Polizeichef Neeraj Kumar sagte, der erste mutmaßliche Täter habe den 19-Jährigen beschuldigt.

Die Fünfjährige war vor einer Woche entführt, missbraucht und dann liegengelassen worden. Erst zwei Tage später hörte ein Passant Schreie aus einer Wohnung im gleichen Haus, in dem das Kind mit seiner Familie lebte. Die Eltern hatten die Polizei beschuldigt, erst zwei Tage lang nicht nach dem Mädchen gesucht zu haben. Dann habe ein Polizist versucht, sie zu bestechen, damit der Fall nicht öffentlich wird. Das Kind sei auf dem Weg der Besserung, müsse aber noch mindestens zwei Wochen im Krankenhaus bleiben, sagten Ärzte.

"Ich bin bereit, tausendmal zurückzutreten, wenn das hilft"

Auch am Montag demonstrierten wieder zahlreiche Menschen gegen die Unfähigkeit von Polizei und Politik, Frauen und Kinder zu beschützen. Sie forderten, die Gleichgültigkeit der Polizei müsse Konsequenzen haben. Innenminister Sushil Kumar Shinde sagte, die Rolle der Polizei werde untersucht. Zwei Polizisten sind mittlerweile vom Dienst suspendiert worden. Delhis Polizeichef Kumar erklärte, er denke nicht an einen Rücktritt. „Ich bin bereit, tausendmal zurückzutreten, wenn das hilft. Aber das verringert das Problem nicht“, sagte er.

Auch das Parlament in Neu Delhi beschäftigte sich am Montag mit der Vergewaltigung. „Vergewaltigungsfälle und Gewalt gegen Frauen nehmen überall im Land zu“, sagte die Chefin der Partei BSP, Mayawati. Die Gesetze sollten weiter verschärft werden, forderte sie laut der Nachrichtenagentur IANS. Vergewaltiger müssten die Todesstrafe fürchten.

dpa/ap

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