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Greenpeace empfielt, das Gebiet rund um das AKW Fukushima zu evakuieren.

Fukushima: Greenpeace empfielt großflächige Evakuierung

Frankfurt/Main - Nach eigenen Strahlungsmessungen hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace eine Evakuierung der gesamten Region rund um das AKW Fukushima empfohlen.

Rund 30 Kilometer vom Meiler entfernt seinen Strahlungswerte von 100 Mikrosievert pro Stunde gemessen worden, sagte der belgische Atomexperte Jan van de Putte auf einer Pressekonferenz in der japanischen Hauptstadt Tokio. Menschen in der Region würden demnach die jährliche Höchstdosis von 1.000 Mikrosievert innerhalb von zehn Stunden erreichen.

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Die japanische Regierung hatte die Bevölkerung in diesem Gebiet kürzlich lediglich dazu aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Im Stadtgebiet von Fukushima habe Greenpeace immer noch Werte von ein bis fünf Mikrosievert gemessen. Die Ergebnisse stünden zwar im Einklang mit den offiziellen Zahlen, sagte van de Putte. Die japanischen Behörden würden angesichts dieser Strahlenwerte jedoch zu wenig für den Schutz der Bevölkerung tun. Van de Putte nannte die gegenwärtige Situation im japanischen Erdbebengebiet ein “multiples Desaster“ und forderte die Regierung zu einem entschiedeneren Vorgehen auf.

Große Mengen radioaktiven Jods im Meer gemessen

Grund zur Sorge gibt folgende Nachricht: Im Meer vor dem beschädigten Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi in Japan sind am Dienstag stark erhöhte Jod-Werte gemessen worden. Die Menge des radioaktiven Jod 131 im Wasser sei 3.335-fach höher als normal, teilte die Atomsicherheitsbehörde am Mittwoch mit.

Dieser bislang höchste gemessene Wert deute darauf hin, dass weiterhin kontaminierten Wasser aus dem Atomkraftwerk ins Meer fließt, hieß es weiter. Der hohe Jod-Wert sei “besorgniserregend“, stelle jedoch keine Gefahr für die Gesundheit dar, sagte Behördensprecher Hidehiko Nishiyama. “Wir werden den Grund ermitteln und unser Möglichstes tun, um einen weiteren Anstieg zu verhindern, sagte Nishiyama.

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