Fukushima: Höchste Stufe der Atomunfälle

Hamburg - Laut Greenpeace ist die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima die größte aller Zeiten. Nicht einmal Tschernobyl sei damit vergleichbar, und es wird noch schlimmer:

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Hoffen auf die Wende in Fukushima

Die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima Eins muss nach Ansicht von Greenpeace auf die höchste Stufe der Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) eingeordnet werden. Aus der havarierten Atomanlage in Japan seien schon jetzt entsprechend große Mengen an Radioaktivität entwichen. Dies habe eine Studie des Physikers Helmut Hirsch für Greenpeace ergeben, teilte die Umweltorganisation am Freitag in Hamburg mit.

Hirsch kommt demnach zu dem Ergebnis, dass die Gesamtmenge der radioaktiven Substanzen Jod-131 und Cäsium-137 die Einstufung in INES 7 erfordern. Die japanischen Behörden ordneten die Atomkatastrophe derzeit aber nur der Stufe 5 zu.

Fukushima: Das AKW, vor dem die Welt zittert

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Die Untersuchung basiert laut Greenpeace auf Daten der französischen Strahlenschutzbehörde und der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

“Die höchste Stufe der Unfallskala der (internationalen Atomenergiebehörde) IEAO ist jetzt erreicht“, sagte Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital. “Es sind derart große Mengen an Radioaktivität freigesetzt worden, dass die derzeitige Katastrophe im AKW Fukushima Eins jeden Vergleich sprengt.“

Während in Tschernobyl ein Reaktor havarierte, steht laut Greenpeace in Japan eine Katastrophe in drei bis fünf Reaktoren bevor. “Alle Freisetzungen aus den Fukushima-Reaktoren zusammengenommen entspricht die Katastrophe offensichtlich Stufe 7 nach INES“, betonte der Wissenschaftler Hirsch. Auch andere Experten hatten bereits gesagt, in Japan gebe es schon jetzt einen Super-GAU.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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