Ein polnischer Forscher präsentiert den Inhalt der 80 Jahre alten Nazi-Zeitkapsel. 

Fund nach über 80 Jahren

Forscher bergen Nazi-Zeitkapsel in Polen

Złocieniec - In einer polnischen Kleinstadt haben Forscher eine Nazi-Zeitkapsel aus dem Jahr 1934 geborgen. Der erhoffte verschollene Film befand sich nicht darin - sondern etwas ganz anders.

Archäologen wussten schon seit Jahrzehnten von ihrer Existenz – nun konnte die im polnischen Złocieniec vergrabene Zeitkapsel endlich geborgen werden. Wochenlang waren die Forscher damit beschäftigt gewesen, sich einen Weg durch das Grundwasser, Beton und versteckte Minen zu bahnen. Sie benötigten eine Kettensäge, um den auf dem Grund einer Burg vergrabenen Kupferbehälter öffnen zu können, der einen verschollenen Film enthalten sollte.

Allerdings stieß man anstatt dessen laut rp-online auf einige weniger spektakuläre Dokumente wie Zeitungsausgaben, zwei Ausgaben von Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“, Porträtfotos des nationalsozialistischen Diktators und ein Buch mit der Geschichte der Stadt Falkenburg, die bis zum Kriegsende zu Deutschland gehörte und heute den polnischen Namen Zlocieniec trägt.

Die Funde, zu denen auch ein Exemplar der nationalsozialistischen Propaganda-Zeitung „Völkischer Beobachter“ zählt, sind den polnischen Forschern zufolge in sehr gutem Zustand und sollen schon bald im polnischen Nationalmuseum ausgestellt werden.

Vergraben in den Fundamenten einer Burg

Es wird angenommen, dass die Zeitkapsel vor knapp 80 Jahren während der Grundsteinlegung der Ordensburg Krössinsee in Pommern vergraben wurde – einer Burg, die damals als Schulungszentrum der NSDAP diente. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Pommern noch zum Deutschen Reich, danach erhielt Polen alle Gebiete östlich der Oder.

Das befand sich in der Nazi-Zeitkapsel aus dem Jahr 1934

sl

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