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Chefankläger Luis Moreno-Ocampo wirft Gaddafi vor, Demonstranten widerrechtlich angegriffen zu haben.

Gaddafi schenkt Haftbefehl keine Beachtung

Tripolis - Ein Regierungssprecher von Lybiens Machthaber Muammar al Gaddafi wieß den Vorwurf vom Internationalen Strafgerichtshof widerrechtlich Demonstranten angegriffen zu haben zurück.

Die libysche Regierung hat den Vorwurf des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag zurückgewiesen, sie habe widerrechtlich Demonstranten angegriffen.

Damit reagierte das Regime am Montag auf drei zuvor vom IStGH-Chefankläger beantragte Haftbefehle gegen Machthaber Muammar al Gaddafi und zwei seiner Getreuen. Das Regime werde den Haftbefehlen gegen Gaddafi, seinen Sohn Seif al Islam und Geheimdienstchef Abdullah al Sanussi keine Beachtung schenken, sagte Regierungssprecher Mussa Ibrahim.

Der Ankläger habe fehlerhaften Medienberichten vertraut und “daraus unzusammenhängende Schlüsse gezogen“, sagte der Sprecher. Ibrahim bestritt, dass die Regierung die Tötung von Zivilisten angeordnet oder Söldner angeheuert habe.

IStGH-Chefankläger Luis Moreno-Ocampo wirft Gaddafi, dessen Sohn Seif al Islam und dem Geheimdienstchef Abdullah al Sanussi vor, illegale Angriffe angeordnet, geplant und durchgeführt zu haben. Die Vorgänge stellten nicht nur ein Verbrechen gegen das libysche Volk, sondern ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar.

dapd

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