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Muammar al-Gaddafi soll auf der Flucht sein

Gaddafi soll angeblich auf der Flucht sein

Tripolis - Nach dem Aufstand der Regimegegner in Tripolis soll Muammar al-Gaddafi die Hauptstadt in Richtung algerische Grenze verlassen haben. Die Nato hat unterdessen ihre Kampfeinsätze auf Tripolis konzentriert.

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Rebellen kontrollieren Teile von Tripolis

Aus gut informierten Kreisen in Tripolis verlautete am Sonntag, der Staatschef und seine Familie hielten sich in einer Region unweit der Grenze auf. Dort würden sie von Angehörigen des Al-Orban-Stammes beschützt. Ihr Plan sei es möglicherweise, nach Algerien zu flüchten. Eine Bestätigung für diese Nachricht vonseiten der Rebellen gab es zunächst nicht.

Das libysche Fernsehen hatte in der Nacht eine vorab aufgezeichnete Rede von Gaddafis Sohn Seif al-Islam vor einer Gruppe von Anhängern ausgestrahlt. Darin sagte dieser, es sei ausgeschlossen, dass er und sein Vater das Land verlassen würden.

Unterdessen hat die Nato ihre Kampfeinsätze am Samstag auf Libyens Hauptstadt konzentriert. Die Kampfjets der internationalen Truppen hätten alleine in Tripolis 22 Ziele angegriffen, berichtete die Nato am Sonntag in Brüssel.

Rebellen in Libyen: Sie kämpfen gegen Gaddafi

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Attackiert wurden den Angaben zufolge mehrere Militäreinrichtungen, Lagerhallen, gepanzerte Fahrzeuge, Raketen und Raketenwerfer sowie Radarsysteme. Schon am Freitag hatte die Nato 14 Ziele in der Hauptstadt angegriffen. Insgesamt seien am Samstag 36 Kampfeinsätze über Libyen geflogen worden. Neben Tripolis griff das Bündnis auch Ziele in Sirte, Al-Brega und Slitan an.

Berichte über einen Vorstoß der Rebellen bis auf Tripolis kann die NATO nach eigenen Angaben nicht bestätigen. NATO-Sprecher Oberst Roland Lavoie sagte am Sonntag in Brüssel, die Lage verändere sich allerdings ständig und die Rebellen seien in der Offensive. Es sei schwer, den Frontverlauf genau zu bestimmen. Gekämpft werde jetzt zumeist innerhalb von Ortschaften, wodurch es für NATO-Kampfflugzeuge schwierig sei, exakte militärische Ziele auszumachen.

“Es gibt nicht mehr eine traditionelle Front, wie wir sie in vorigen Phasen des Konfliktes hatten“, sagte Lavoie. Die Rebellen sind nach eigenen Angaben bis auf 30 Kilometer auf die Hauptstadt herangerückt.

dpa/dapd

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